Overview
Die Tüpfelhyäne (Crocuta crocuta), auch Fleckenhyäne genannt, ist im Subsahara-Afrika heimisch. Es handelt sich um sehr anpassungsfähige Raubtiere, die fast überall überleben können – sie kommen allerdings nicht in Regenwäldern oder Wüsten vor. Ihre kräftigen Vorderbeine, der muskulöse Hals und die vergleichsweise schwachen Hinterbeine verleihen ihnen ein sehr typisches Erscheinungsbild. Der Kopf der Tiere ist breit, ebenso wie die Schnauze, und sie besitzen ein hellbraunes Fell mit schwarzen Punkten sowie eine Mähne, die vom Hals bis zur Mitte des Rückens verläuft. Erwachsene Tüpfelhyänen sind zwischen 70 cm und 92 cm groß, wobei die Weibchen größer und auch schwerer sind als die Männchen. Im Durchschnitt wiegen die Männchen zwischen 40 kg und 55 kg, während die Weibchen zwischen 44 kg und 64 kg auf die Waage bringen.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegebedürfnisse
Size
Schulterhöhe: 0.81 to 0.86 m
Measured as Schulterhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 3 of 5
Minimum height
3 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
940 m² + 180 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 41°C
Plant coverage
10-40%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Sand 0-50%
- Gras 20-80%
- Fels 0-50%
- Erde 10-50%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Kleine Kadaver
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
27,000
27,000 - 47,000 in the wild. Rank 31 of 58 species with a known count, smallest first.
Tüpfelhyänen gelten als nicht gefährdet, sind jedoch aufgrund ihrer wachsenden Bestände von Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren betroffen. Ihr Ruf als Aasfresser hat ihnen seit langem ein kulturelles Stigma eingebracht, wodurch viele Gemeinschaften sie als Schädlinge oder Symbole der Hexerei betrachten. Da menschliche Siedlungen wachsen und den natürlichen Lebensraum der Hyänen zerstören, jagen sie oft domestizierte Tiere und werden dann von Bauern, die ihr Vieh schützen wollen, durch Gift, Fallen oder Schüsse getötet. In manchen Regionen werden Teile von Hyänen auch für traditionelle Medizin und Rituale verwendet. Programme, die sich an die lokale Bevölkerung richten, wollen mit Mythen aufräumen und zeigen, wie wichtig Hyänen für die Umwelt sind, weil sie Aas fressen und so Krankheiten eindämmen, was zu gesünderen Ökosystemen beiträgt. Nicht tödliche Methoden zur Konfliktminderung, wie bessere Gehege für Vieh, Entschädigungsprogramme und Schutzzäune gegen Raubtiere, haben sich in Teilen von Kenia und Tansania bewährt. Darüber hinaus helfen Überwachungsprogramme dabei, mehr über die sozialen Strukturen, Bewegungen und die Toleranz von Hyänen gegenüber von Menschen veränderten Landschaften zu erfahren, was ein gezielteres Management ermöglicht.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Tüpfelhyänen besitzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und leben in „Clans“, die aus miteinander verwandten Weibchen, zugewanderten Männchen und deren Jungen bestehen. Sie haben einen gemeinschaftlichen Bau, den sich bis zu 90 Hyänen teilen, um dort zu schlafen, sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Verlassen die Tiere den Bau um zu jagen oder durch das Territorium des Clans zu ziehen, tun sie das entweder allein oder in kleinen Gruppen von 2 bis 4 Tieren. In Gefangenschaft sollten ausgewachsene Tiere in Gruppen von 2 bis 3 Exemplaren gehalten werden, die gut miteinander auskommen. In freier Wildbahn leben Hyänen zwar in großen Gruppen, diese teilen sich jedoch immer wieder auf. Dadurch verbringen die Tiere nicht die gesamte Zeit zusammen und sind häufig allein oder in kleinen Gruppen unterwegs. Da es sich um eine aggressive Tierart handelt, könnten große Gruppen auf kleinem Raum zu Kämpfen führen. Tüpfelhyänen pflanzen sich das ganze Jahr über fort. Männchen machen sich bei den Weibchen beliebt, indem sie unterwürfig und freundlich sind. Sobald Vertrauen aufgebaut ist, gestatten die Weibchen den Männchen möglicherweise, sich mit ihnen zu paaren. Nach einer Tragzeit von 3 bis 4 Monaten bringt ein Weibchen bis zu 3 Junge zur Welt, die sie mit großer Fürsorge beschützt. Höherrangige Weibchen bringen aggressivere Junge zur Welt, die sich nach der Geburt manchmal gegenseitig töten. Die Jungen werden ein bis eineinhalb Jahre lang von ihrer Mutter gesäugt, beginnen aber schon im Alter von 3 Monaten, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Männliche Jungtiere bleiben beim Clan der Mutter, bis sie etwa 2,5 Jahre alt sind. Dann ziehen sie los, um sich einem anderen Clan anzuschließen. Weibliche Jungtiere bleiben dagegen für immer bei der Gruppe des Muttertiers.
Group and breeding
Group
Group size
2 – 3 (bis zu 2 Männchen, bis zu 2 Weibchen)
Male bachelor group
1-3
Female bachelor group
1-3
Offspring dispersal
Männlicher Nachwuchs
Lifecycle and breeding
Life expectancy
12-20 Jahre
Age of sexual maturity
3 Jahre
Age of sexual sterility
12 Jahre
Gestation or incubation
3.6 Monate
Interbirth period
11.4 Monate
Wurfgröße
1-3
Mating system
Promiskuitiv
Mating season
Ganzjährig
Reproduction in captivity
Sehr leicht
Colourmorphs
- Leuzistisch
Dominance
matriarchalisch, nepotistisch
Verwandte Tiere
- Das „Lachen“ der Tüpfelhyänen ist eigentlich ein Zeichen von Angst – diese Laute geben sie nur dann von sich, wenn sie angegriffen oder gejagt werden. Entgegen der landläufigen Meinung sind Hyänen ausgezeichnete Jäger und keineswegs nur Aasfresser.
- Hyänen sind die einzigen Mitglieder der Ordnung Carnivora, bei denen die Jungen mit geöffneten Augen und voll ausgebildeten Zähnen zur Welt kommen.
- Bei den Tüpfelhyänen sind die Weibchen größer als die Männchen und damit sozial dominant. Zudem sind sie vermännlicht – ihre äußeren Genitalien ähneln denen der Männchen.
- Tüpfelhyänen sind ausgesprochen intelligent. Ihre Koordination in der Gruppe und ihre Lernfähigkeit sind mit denen von Schimpansen vergleichbar.
- Tüpfelhyänen haben einen enorm kräftigen Biss, sodass sie problemlos Knochen zerteilen können, ihre Beißkraft übersteigt sogar die eines Löwen. Sie können auch dem Menschen sehr gefährlich werden – 1962 haben in Malawi zwei Tüpfelhyänen 27 Personen getötet.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species