Overview
Das Erdmännchen (auch Suricata suricatta) ist ein Tier aus der Familie der Mangusten, das in Gruppen in großen unterirdischen Bauen in den Savannen und Halbwüsten von Südafrika lebt. Erdmännchen haben einen flachen, spitzen Kopf, sandfarbenes Fell sowie schwarze Augen und Ohren. Das Fell am Rücken ist grau-gelb gescheckt, der Schwanz hat eine schwarze Spitze. Erdmännchen bewegen sich auf allen vieren fort, nehmen jedoch eine charakteristische aufrechte Haltung auf den Hinterbeinen ein, wenn sie Gefahr wittern. Die Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 24 bis 35 cm und wiegen zwischen 620 und 970 g, wobei die Weibchen meist etwas schwerer sind als die Männchen.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegebedürfnisse
Size
Länge: 0.3 m
Umgebung
Male
0.775 kg
Female
0.775 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Länge. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 1 of 5
Minimum height
1.25 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
180 m² + 14 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
2 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 41°C
Plant coverage
0-35%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Sand 30-70%
- Erde 20-70%
- Fels 0-30%
- Kurzes Gras 0-30%
- Wasser 0-5%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Hackfleisch
- Mehlwürmer
Enrichment items
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Das Erdmännchen wird heute als nicht gefährdet eingestuft und sieht sich nur wenigen direkten Bedrohungen für seinen Bestand gegenüber. Trotzdem können diese Faktoren die lokalen Bestände und das Gleichgewicht des Ökosystems beeinträchtigen. Die Zerstörung von Lebensräumen durch die Ausweitung der Landwirtschaft, den Bergbau und die Besiedlung durch Menschen kann ihre natürliche Umgebung stören, vor allem in Teilen Südafrikas. Außerdem stellt der Klimawandel ein langfristiges Risiko dar, da er die trockenen Ökosysteme verändert, von denen sie abhängig sind. Erdmännchen sind zudem anfällig für Krankheiten, von denen einige von domestizierten Tieren übertragen werden können. Die Maßnahmen zur Arterhaltung konzentrieren sich auf den Schutz der Lebensräume und die ökologische Forschung. Schutzgebiete wie Nationalparks und Reservate in Südafrika tragen dazu bei, die Lebensräume der Erdmännchen vor Bebauung und Ausbeutung zu bewahren. Wissenschaftliche Studien zum Verhalten, zu den sozialen Strukturen und zur Krankheitsdynamik der Erdmännchen liefern wertvolle Erkenntnisse, die in die Strategien zur Arterhaltung einfließen. Darüber hinaus fördern öffentliche Aufklärung und verantwortungsbewusster Ökotourismus das Bewusstsein und die Unterstützung für den Erhalt der Erdmännchenpopulationen. Auch wenn sie nicht im Mittelpunkt intensiver Arterhaltungsprogramme stehen, profitieren Erdmännchen von den allgemeinen Bemühungen, die Biodiversität und gesunde Ökosysteme in ihrem natürlichen Lebensraum zu erhalten.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Erdmännchen leben in Familiengruppen und gelten als „eusozial“, es gibt also eine feste Rangordnung innerhalb der Gruppe und die Mitglieder haben festgelegte Rollen. Das Alphaweibchen wird nach Alter und Größe ausgewählt, allerdings konkurrieren jüngere Weibchen um diese Position, sobald das Alphaweibchen älter wird. Erdmännchen paaren sich das ganze Jahr über, mit Hochphasen während der Regenzeit. Ein Alphaweibchen ist für den Großteil der Nachkommen verantwortlich. Untergeordnete Weibchen bekommen ebenfalls Junge, allerdings besteht die Gefahr, dass diese vom Alphatier getötet werden. Männchen initiieren die Paarung, indem sie das Alphaweibchen angreifen und ihm ins Gesicht beißen. Gewinnt das Männchen den Kampf, packt es das Weibchen in der Körpermitte und paart sich mit ihm. Nach einer Trächtigkeit von 60 bis 70 Tagen bringt das Weibchen 3 bis 7 Junge zur Welt. Diese bleiben die ersten 16 Tage im geschützten Bau, wo sie vom Alphaweibchen und anderen Rudelmitgliedern gefüttert werden. Die Jungen wagen sich dann langsam zum Eingang des Baus vor und spielen dort. Ab einem Alter von 26 Tagen folgen sie den erwachsenen Tieren auf der Jagd und lernen von ihnen, wie man verschiedene Beutetiere erlegt. Dazu gehört beispielsweise auch, wie man Skorpionen vor dem Verzehr den Stachel entfernt. Die Jungen sind mit 7 bis 9 Wochen entwöhnt, mit 12 Wochen können sie schon selbstständig jagen. Mit 2 bis 3 Jahren werden die Jungtiere geschlechtsreif. Männchen wandern dann in Gruppen von bis zu 3 Tieren umher, um ein fremdes Rudel oder ein alleinstehendes Weibchen zu finden und ihr eigenes Rudel zu gründen. Fremde Rudel sind oft feindselig, sodass es mehrere Tage dauern kann, bis sie akzeptiert werden. Weibchen bleiben oft bei ihrem Geburtsrudel, um später die Rolle als Alphaweibchen zu übernehmen. Erfolglose Herausforderinnen werden allerdings aus dem Rudel vertrieben.
Group and breeding
Group
Group size
2 – 30 (bis zu 20 Männchen, bis zu 20 Weibchen)
Male bachelor group
1-12
Female bachelor group
1-3
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
12-20 Jahre
Age of sexual maturity
3 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
2.2 Monate
Interbirth period
9.8 Monate
Wurfgröße
1-3
Mating system
Polyandrisch
Mating season
Ganzjährig
Reproduction in captivity
Sehr leicht
Colourmorphs
- Leuzistisch
- Albino
Dominance
Alphatier (weiblich) in matriarchalischer Gesellschaft
Verwandte Tiere
- Die Zähne und Vorderklauen der Erdmännchen sind zum Graben ausgelegt, zudem können die Tiere die Ohren und Nasenlöcher schließen, um zu verhindern, dass Dreck eindringt.
- Erdmännchen bekämpfen Schlangen, die in ihr Revier eindringen – gelegentlich töten sie sie sogar.
- In einigen Teilen Südafrikas werden Erdmännchen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen als Schädlingsbekämpfer gehalten, da sie wirksam Nagetiere und andere Schädlinge ausschalten.
- Unter weiblichen Erdmännchen gibt es eine feste Rangfolge, wobei das älteste und größte Weibchen in der Regel das Alphatier ist.
- Erdmännchenrudel haben „Wachen“, die die anderen Mitglieder des Rudels durch verschiedene Rufe auf Gefahren durch Räuber aufmerksam machen.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species