Overview
Der Binturong (Arctictis binturong), auch Marderbär genannt, ist ein Säugetier aus den Wäldern Süd- und Südostasiens. Er besitzt einen langen, gedrungenen Körper mit vergleichsweise kurzen, kräftigen Beinen. Das Fell ist drahtig und schwarz, das Gesicht bräunlich gefärbt. Die rundlichen Ohren tragen auffällige weiße Haarspitzen. Weibchen sind etwa 20 % größer als Männchen. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 71 bis 91 cm, die Schwanzlänge 56 bis 91 cm. Männchen wiegen zwischen 9 und 20 kg, Weibchen zwischen 11 und 32 kg.
Found in Asien
Regions
- Asien
Biomes
Gehegeanforderungen
Male
Female
Juvenile
Gehegebedürfnisse
Size
Nase bis Rumpfende: 0.71 to 0.84 m
Measured as Nase bis Rumpfende. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
3 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
182 m² + 18 m² pro zusätzlichem Tier
Climbing
60 m² + 16 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
4 m² pro Tier
Environment
Temperature
18 bis 33°C
Plant coverage
25-100%
Enclosure
Klettersicheres Gehege
Terrain
- Gras 0-100%
- Sand 0-20%
- Erde 0-100%
- Fels 0-20%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Früchte
Enrichment items
Conservation
Gruppe und Zucht
Gefährdet
Least concern
Critically endangered
Binturongs gelten als gefährdete Tierart. Der Binturong ist durch den Verlust, die Zerstörung und die Fragmentierung seines Lebensraums aufgrund von Abholzung bedroht, da die Tierart für die Nahrungssuche und Fortbewegung stark auf intakte Waldkronen angewiesen ist. Seit den 1980er Jahren ist seine Population um 30 % zurückgegangen. Darüber hinaus wird er in Laos und Vietnam zur Fleischgewinnung gejagt und ist häufig Opfer des Wildtierhandels auf den Philippinen. Geschützte Gebietsnetzwerke und Wiederaufforstungsinitiativen in Südostasien zielen darauf ab, fragmentierte Wälder wiederherzustellen und zu verbinden, um sichere Korridore für die Wanderung von Wildtieren zu schaffen. Organisationen und verschiedene Zoos arbeiten zusammen, um das Bewusstsein zu schärfen, Feldforschung zu betreiben und die Aufklärung der Bevölkerung über die ökologische Bedeutung der Spezies, insbesondere ihre Rolle bei der Samenverbreitung für Würgefeigenbäume, zu fördern. Zuchtprogramme in Gefangenschaft tragen auch zur Erhaltung der genetischen Vielfalt bei und können zukünftige Wiederansiedlungsbemühungen unterstützen. Auch wenn es noch weitere Herausforderungen gibt, geben diese gemeinsamen Schutzmaßnahmen Hoffnung, dass sich die Populationen der Binturongs in freier Wildbahn stabilisieren und irgendwann sogar wachsen können.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Der Binturong ist zwar ein Einzelgänger, aber nicht territorial. Einzeltiere dulden einander im selben Gebiet. Begegnen sich zwei Binturongs, gehen sie sich zumeist aus dem Weg, es sei denn, es handelt sich um ein Männchen und ein brünstiges Weibchen. Gelegentlich sieht man eine Mutter mit ihrem Wurf oder ein Paar mit Jungtieren. In Gefangenschaft ist es gelungen, sie in größeren gleichgeschlechtlichen Gruppen zu halten. Binturongs können sich das ganze Jahr über fortpflanzen, doch zwischen Januar und März werden die meisten Jungtiere geboren. Über das Paarungsverhalten freilebender Binturongs ist wenig bekannt, man geht jedoch davon aus, dass sie monogam sind. Ist das Weibchen brünstig, gibt sie Rufe und einen Geruch von sich, der Männchen anlockt. Männchen wiederum markieren daraufhin ausgiebig und stellen dem Weibchen nach. Während der Balz zeigen Männchen und Weibchen große Zuneigung zueinander. Sie lecken aneinander, berühren sich und schlafen mit verschlungenen Schwänzen. Männchen begegnen anderen Männchen mitunter aggressiv. Bei der Paarung schnurren Männchen und Weibchen einander an. Binturong-Weibchen können die Einnistung einer Eizelle hinauszögern, bis günstige Umstände herrschen, was auch erklärt, weshalb zu bestimmten Jahreszeiten besonders viele Geburten stattfinden. Die Kleinen sind bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt und verbringen die ersten Tage versteckt im Fell ihrer Mutter. Feste Nahrung können sie im Alter von 6 Wochen zu sich nehmen und mit 8 Wochen sind sie bereits vollständig entwöhnt. Jungtiere verlassen ihre Eltern und Geschwister im Alter von 6 bis 8 Monaten. Binturong-Männchen werden im Alter von 28 Monaten geschlechtsreif, Weibchen im Alter von 30 Monaten.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 5 (bis zu 5 Männchen, bis zu 5 Weibchen)
Male bachelor group
1-5
Female bachelor group
1-5
Offspring dispersal
Sämtlicher Nachwuchs
Lifecycle and breeding
Life expectancy
15-25 Jahre
Age of sexual maturity
2.5 Jahre
Age of sexual sterility
15 Jahre
Gestation or incubation
3 Monate
Interbirth period
9 Monate
Wurfgröße
1-3
Mating system
Monogam
Mating season
Ganzjährig
Reproduction in captivity
Schwer
Verwandte Tiere
- Der Binturong gehört zur Gattung „Arctictis“, was Marderbär bedeutet.
- Der Binturong kann zwar ausgezeichnet klettern, ist aber langsam und springt nicht von Ast zu Ast, sondern wechselt den Baum lieber am Boden.
- Binturongs sind sehr mitteilsam. Sie schnurren und glucksen, wenn sie glücklich sind und heulen bei Wut.
- Der Binturong ist äußerst wichtig für die Verteilung der Samen der Würgefeige, da sein Verdauungssystem (im Gegensatz zu dem anderer Tiere) in der Lage ist, die dicken Samenschalen aufzubrechen.
- Die Duftdrüsen des Binturongs geben eine Substanz ab, die nach Popcorn riecht.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species