Overview
Das Erdferkel (Orycteropus afer) ist ein mittelgroßer Insektenfresser, der im gesamten Subsahara-Afrika heimisch ist. Es besitzt eine gräulich rosarote Haut mit spärlichem borstigem Fell, lange spitze Ohren und einen langen Kopf mit einer rüsselartigen Schweinsschnauze. Männliche Tiere sind etwas größer als die Weibchen, generell gilt jedoch für beide Geschlechter eine Größe von 105 bis 130 cm. Ihr Schwanz kann zwischen 60 und 70 cm lang sein und ihr Gewicht beträgt 40 bis 65 kg.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegeanforderungen
Adult
Juvenile
Colourmorphs
Gehegebedürfnisse
Size
Schulterhöhe: 0.66 m
Umgebung
Male
50 kg
Female
50 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Schulterhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
160 m² + 80 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 36°C
Plant coverage
0-25%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Gras 20-70%
- Sand 0-30%
- Erde 20-50%
- Fels 0-20%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Mehlwürmer
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Das Erdferkel gilt derzeit als nicht gefährdet, ist jedoch in manchen Regionen bedroht. Da es große Streifgebiete für die Futtersuche benötigt, wirkt sich die Umwandlung von Flächen in Acker- und Siedlungsland negativ aus. Manchmal werden Erdferkel von Landwirten getötet, die verhindern wollen, dass sie den Boden umgraben, und durch Pestizide getötete Insekten als Futterquelle schaden ihnen ebenfalls. Zudem leiden Ameisen- und Termitenpopulationen unter häufigeren, klimawandelbedingten Dürren. In Nationalparks und Naturschutzgebieten stehen Erdferkel unter Schutz.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Mit Ausnahme von Muttertieren und ihren Jungen sind Erdferkel natürliche Einzelgänger. Sie interagieren ausschließlich zu Paarungszwecken oder um die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen mit anderen. In der Paarungszeit spüren männliche Erdferkel mithilfe ihres Geruchssinns Weibchen in ihren Erdhöhlen auf und bleiben ein paar Tage lang bei ihnen. Sollte sie empfänglich sein, paart sich das Männchen mit ihr, bevor es den Bau verlässt. Männchen können sich während der Paarungszeit mit mehreren Weibchen paaren. Das Weibchen ist dann 7 Monate lang trächtig, bevor es ein Junges gebärt, das 6 Monate lang bei seiner Mutter bleibt und lernt, allein Nahrung zu suchen und Höhlen zu graben. Mit 2 Jahren ist es dann geschlechtsreif.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 2 (bis zu 1 Männchen, bis zu 1 Weibchen)
Male bachelor group
1-2
Female bachelor group
1-2
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
18-28 Jahre
Age of sexual maturity
2 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
7 Monate
Interbirth period
17 Monate
Wurfgröße
1
Mating system
Polygyn
Mating season
Sommer
Reproduction in captivity
Leicht
Verwandte Tiere
- Erdferkel haben vorne nur vier Zehen, die sich möglicherweise deshalb zu einer schaufelartigen Form entwickelt haben, um besser graben zu können. Ihre Nasenlöcher sind von borstenartigen Haaren gesäumt und können komplett geschlossen werden, damit beim Graben keine Erde hineingelangt.
- Weibliche Erdferkel haben eine weiße Schwanzspitze. Man vermutet, dass dies dem Jungtier hilft, der Mutter in der Dunkelheit des Baus und bei der Nahrungssuche zu folgen.
- Die Zunge des Erdferkels ist 30 cm lang, klebrig und schlängelt sich durch die Tunnel von Ameisen- und Termitenhügeln, um viele Insekten gleichzeitig aufzunehmen.
- Verlassene Erdferkelhöhlen sind wichtige Lebensräume für andere Tiere, vor allem für Warzenschweine und Hyänen.
- Erdferkel pflegen eine symbiotische Beziehung mit der „Erdferkelgurke“, einer unterirdisch wachsenden Pflanze, deren Samen ausschließlich von den Erdferkeln verbreitet werden. Die Gurke stellt zugleich die einzige pflanzliche Nahrung der Erdferkel dar.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species