Overview
Grauwölfe (auch Canis lupus) sind große Raubtiere aus der Familie der Canidae, die fast überall in der nördlichen Hemisphäre vorkommen. Sie sind vielseitige Jäger, die praktisch jede Beute fressen, die sie erlegen können, und sich problemlos an fast alle Umgebungen anpassen. Das Aussehen der Grauwölfe unterscheidet sich stark je nachdem, welche Population betrachtet wird. Es gibt 38 Unterarten des Grauwolfs, die sich jeweils an ihre Umgebung angepasst haben. Meist haben Grauwölfe ein fleckiges grau-braunes Fell, spitze Ohren und eine lange, gerade Schnauze. Sie sind recht schlank gebaut, haben aber einen tiefen Brustkorb und lange Beine. Die Wölfe erreichen eine Körperlänge von 105 bis 160 cm, mit einem 29 bis 50 cm langen Schwanz. Die Schulterhöhe liegt zwischen 80 und 85 cm. Die Männchen wiegen zwischen 43 und 45 kg, die Weibchen zwischen 36 und 38,5 kg.
Gehegeanforderungen
Adult
Juvenile
Colourmorphs
Gehegebedürfnisse
Size
Schulterhöhe: 0.8 m
Umgebung
Male
44 kg
Female
37 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Schulterhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 3 of 5
Minimum height
3 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
1,162 m² + 92 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
-18 bis 29°C
Plant coverage
0-100%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Sand 10-50%
- Gras 10-50%
- Fels 10-50%
- Erde 10-50%
- Schnee 0-100%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Kleine Kadaver
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
200,000
200,000 - 250,000 in the wild. Rank 45 of 58 species with a known count, smallest first.
Obwohl der Grauwolf aktuell als „nicht gefährdet“ eingestuft wird, stand er über Jahrhunderte hinweg wegen Vertreibung und Verlust seines Lebensraums vor großen Herausforderungen. In weiten Teilen Europas und Nordamerikas wurden Wölfe früher fast bis zur Ausrottung gejagt und galten (teilweise auch heutzutage noch) als Bedrohung für Vieh und Mensch. Fragmentierte Lebensräume, Verkehrsunfälle und illegale Tötungen gefährden die Wolfspopulationen zusätzlich. Dank verbesserten Gesetzen konnten sich die Populationen der Grauwölfe in den letzten Jahrzehnten wieder erholen. In den USA hat die Wiedereinführung von Wölfen im Yellowstone-Nationalpark 1995 dazu beigetragen, das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt wiederherzustellen. In Europa kehrten die Wölfe dank des Schutzes durch die EU-Habitatrichtlinie auf natürliche Weise in viele Gebiete zurück. In einigen ost- und mitteleuropäischen Ländern haben sich die Populationen vergrößert und ihre früheren Lebensräume neu besiedelt. Initiativen wie Entschädigungen für Nutztierverluste, Überwachungsprogramme und Aufklärungskampagnen waren entscheidend für die Förderung des Wachstums in ganz Europa und zeigen, dass Wolfspopulationen mit den richtigen Arterhaltungsmaßnahmen auch in menschlich dominierten Landschaften wieder angesiedelt werden können.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Wölfe besitzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie leben in Familienrudeln, die in der Regel aus einem Alphamännchen, einem Alphaweibchen, einigen ausgewachsenen Jungtieren und Jungen, die jünger als ein Jahr alt sind, bestehen. Der Zusammenhalt innerhalb von Wolfsrudeln ist sehr stark und Wölfe zeigen eindeutiges Stressverhalten, wenn sie von ihrem Rudel getrennt werden oder ein Mitglied des Rudels stirbt. Das Alphamännchen und das Alphaweibchen eines Wolfsrudels sind monogam und Partner fürs Leben. Sie sind die einzigen Tiere im Rudel, die sich paaren. Sobald das Weibchen läufig wird, festigen die beiden ihre Bindung durch engen Körperkontakt und gegenseitige Fellpflege. Nach einer Trächtigkeit von etwa 2,5 Monaten bringt das Weibchen in einer abgelegenen Höhle einen Wurf von 5 bis 7 Welpen zur Welt, wo sie sich dann die ersten 3 Wochen um die Jungtiere kümmert. In dieser Zeit versorgt das Alphamännchen sie mit Futter. Kein anderes Rudelmitglied darf die Höhle betreten. Nach etwa 3 bis 4 Wochen beginnen die Welpen, die von den Erwachsenen vorverdaute Nahrung zu fressen. Nach 8 Wochen sind sie vollständig entwöhnt. Meist begleiten die Welpen mit 4 bis 6 Monaten das Rudel auf die Jagd, wo sie wichtige Überlebensfähigkeiten erlernen. Grauwölfe werden mit etwa 2 bis 3 Jahren geschlechtsreif. Die Welpen bleiben in der Regel zwischen 10 Monaten und 4 Jahren in ihrem Geburtsrudel. Wie lange genau, hängt vom Nahrungsangebot und der Geschlechtsreife ab. Einzelgänger versuchen, einen anderen einzelnen Wolf des anderen Geschlechts zu finden und ein Territorium für sich zu beanspruchen. Finden sie einen solchen Wolf, werden sie Partner fürs Leben, paaren sich einmal im Jahr und bringen einen Wurf Junge zur Welt.
Group and breeding
Group
Group size
2 – 12 (bis zu 12 Männchen, bis zu 12 Weibchen)
Male bachelor group
1-12
Female bachelor group
1-12
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
8-12 Jahre
Age of sexual maturity
2 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
2.3 Monate
Interbirth period
9.7 Monate
Wurfgröße
1-5
Mating system
Monogam
Mating season
Frühling
Reproduction in captivity
Leicht
Dominance
Alpha-Paar
Verwandte Tiere
- Wölfe sind abgesehen von einigen gezüchteten Hunderassen die größten Vertreter aus der Familie der Hunde.
- Wölfe heulen, um Artgenossen zu warnen, um das Rudel zu sich zu rufen, um sich gegenseitig zu finden, wenn sie getrennt werden, oder um über große Entfernungen zu kommunizieren.
- In Nordamerika haben sich Wölfe mit Haushunden gepaart, wodurch es zu einer Schwarzfärbung des Fells in dieser Population kam.
- Wölfe aus kälteren Regionen können Temperaturen von bis zu -40 °C überstehen. Wenn es kalt wird, legen sich Wölfe flach auf den Boden und nutzen ihren Schwanz, um ihr Gesicht zu schützen.
- Wölfe sind Spitzenräuber: Tiger, Bären und Menschen sind ihre einzigen natürlichen Feinde.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species