Overview
Der Springbock (auch Antidorcas marsupialis) ist eine kleine Antilopenart, die in den Savannen Südafrikas heimisch ist. Er verfügt über leierförmige schwarze Hörner, ein hellbraunes Fell mit dunkelbraunen Abzeichen, einen weißen Bauch und ein weißes Gesicht sowie dunkelbraune Tränenstreifen, die von den Augen bis zur Schnauze verlaufen. Männchen und Weibchen sind etwa gleich groß und haben beide 35 cm bis 50 cm lange Hörner, wobei die der Männchen kräftiger sind. Die durchschnittliche Schulterhöhe liegt zwischen 0,71 m und 0,86 m, die Kopf-Rumpf-Länge zwischen 1,2 m und 1,5 m und das Gewicht ausgewachsener Tiere beträgt zwischen 27 kg und 42 kg.
Found in Südliches Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegeanforderungen
Male
Female
Juvenile
Colourmorphs
Gehegebedürfnisse
Size
Schulterhöhe: 0.8 m
Umgebung
Male
35 kg
Female
35 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Schulterhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1.25 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
425 m² + 55 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
11 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 41°C
Plant coverage
0-40%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Langes Gras 25-100%
- Sand 0-10%
- Erde 10-100%
- Fels 0-20%
- Gras 30-100%
Thriving Relationships
Afrikanische Savanne: sharing a habitat with one of these species fulfils a Thriving requirement.
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Heu
- Pflanzenfresser-Pellets
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
2,000,000
2,000,000 - 2,500,000 in the wild. Rank 56 of 58 species with a known count, smallest first.
Springböcke gelten als nicht gefährdet, doch im Vergleich zu den riesigen Wanderherden, die früher die Karoo und die Kalahari durchstreiften, sehen sie sich heute ebenfalls mit Problemen durch die Fragmentierung ihres Lebensraums konfrontiert. Die Ausweitung der Landwirtschaft, Viehzäune und Überweidung schränken den Zugang zu Nahrung und Wasser ein, besonders während Dürreperioden. Dort, wo sie kommerziell bejagt werden, züchten Wildtiermanager gezielt ungewöhnliche Farbvarianten, was bei unsachgemäßer Pflege zu einer Beeinträchtigung der genetischen Integrität führen kann. Viele Nationalparks schützen wichtige aride und semiaride Lebensräume und ermöglichen eine natürlichere Populationsdynamik. Auch private Naturschutzgebiete und Wildreservate spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung lebensfähiger Bestände im gesamten Süden Afrikas, indem sie Springböcke oft in gemischte Artengemeinschaften integrieren, die natürliche Weidegemeinschaften nachahmen. Eine verbesserte Planung von Wildkorridoren sowie die Entfernung oder Anpassung interner Zäune in einigen Reservaten tragen dazu bei, ökologische Verbindungen wiederherzustellen. Die kontinuierliche Beobachtung der Bestandsentwicklung, eine genetisch nachhaltige Bewirtschaftung auf Wildfarmen und anpassungsfähige Maßnahmen bei Dürre sind entscheidend dafür, dass Springböcke in ihrem gesamten natürlichen Verbreitungsgebiet weiterhin zahlreich vorkommen und ökologisch funktionsfähig bleiben.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Springböcke besitzen ein komplexes und veränderliches Sozialverhalten. Wie die meisten Hornträger leben auch sie in Herden, die sich aus verschiedenen Arten von Gruppen zusammensetzen. So gibt es gemischte Gruppen, die aus nicht dominanten Männchen, Weibchen und deren Jungen bestehen, zudem Junggesellengruppe aus männlichen Jungtieren, einzelne, territoriale Männchen, die ihr Territorium gegen andere Männchen verteidigen, und Haremgruppen aus einem dominanten Männchen und mehreren paarungsbereiten Weibchen. Die Anzahl und Größe dieser Gruppen verändern sich immer wieder und sind vor allem von der Jahreszeit und der Verfügbarkeit von Nahrung abhängig. In der Regenzeit gibt es beispielsweise mehr Haremgruppen als zu anderen Jahreszeiten. Springböcke paaren sich das ganze Jahr über, wobei die Paarung in der Regenzeit häufiger stattfindet. Zur Paarung treibt ein territorial dominantes Männchen die Weibchen zusammen, die sein Revier durchqueren oder dort nach Futter suchen, und bildet so seinen Harem. Er imponiert ihnen, indem er prunkt und sein Revier gegen rivalisierende Männchen verteidigt. Um ein Weibchen in seinem Harem zu umwerben, nähert er sich diesem und klopft mehrmals mit dem Huf auf den Boden. Ist sie empfänglich, lässt sie zu, dass er sich mit ihr paart. Nach einer Tragzeit von 5 bis 6 Monaten bringt das Muttertier ein einzelnes Kalb zur Welt, das sich zunächst versteckt hält, während das Weibchen auf Futtersuche ist. Nach etwa einem Monat kehren sie zur Herde zurück. Das Kalb wird im Alter von 4 Monaten entwöhnt. Springböcke werden bereits im Alter von 7 Monaten geschlechtsreif, und während die Weibchen in der Herde bleiben, in der sie zur Welt gekommen sind, verlassen die Männchen diese ab einem Alter von 6 Monaten, um sich einer Junggesellenherde anzuschließen. Wenn sie etwa 2 Jahre alt sind, erreichen sie die soziale Reife und gründen ihr eigenes Revier; viele Männchen werden jedoch nie dominant und nie einen Harem gewinnen, sondern paaren sich stattdessen mit willigen Weibchen innerhalb einer gemischten Gruppe.
Group and breeding
Group
Group size
3 – 36 (bis zu 1 Männchen, bis zu 35 Weibchen)
Male bachelor group
1-36
Female bachelor group
1-36
Offspring dispersal
Männlicher Nachwuchs
Lifecycle and breeding
Life expectancy
7-14 Jahre
Age of sexual maturity
1 Jahr
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
6 Monate
Interbirth period
6 Monate
Wurfgröße
1
Mating system
Polygyn
Mating season
Ganzjährig
Reproduction in captivity
Sehr leicht
Dominance
territoriale Männchen mit einem Harem aus Weibchen
Verwandte Tiere
- Springböcke springen häufig bis zu 2 m hoch, besonders während der Paarungszeit. Dieses Sprungverhalten wird als „Prunken“ bezeichnet.
- Springböcke sind unglaublich schnell und können bis zu 97 km/h laufen.
- Springböcke benötigen kein Wasser – sie nehmen sämtliche benötigte Flüssigkeit über die Nahrung auf.
- Springböcke können sich das gesamte Jahr über paaren, aber am häufigsten tun sie das während der Regenzeit.
- Es gibt Springböcke mit schwarzem oder weißem Fell, diese Varianten sind aber sehr selten und bei Trophäenjägern daher sehr begehrt.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species