Overview
Der Weißrückengeier (auch Gyps africanus) ist ein großer Raubvogel, der in Afrika südlich der Sahara lebt. Man findet ihn meistens in offenen Savannen, trockenen Wäldern und Graslandschaften, wo er leicht Aas finden kann. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Senegal und Äthiopien im Norden bis nach Südafrika im Süden. Dieser Geier zeichnet sich durch ein auffälliges Erscheinungsbild aus: dunkelbrauner Körper, weißer Rücken und Bürzel sowie ein kahler, heller Kopf. Erwachsene Tiere sind etwa 78 cm bis 98 cm groß und haben eine Flügelspannweite von 1,96 m bis 2,25 m. Sie wiegen in der Regel zwischen 4,2 kg und 7,2 kg, wobei die Weibchen etwa 10 % schwerer sind als die Männchen.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegeanforderungen
Adult
Gehegebedürfnisse
Size
Beinspannweite: 2.02 to 2.4 m
Measured as Beinspannweite. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
475 m² + 100 m² pro zusätzlichem Tier
Flying
60 m² + 25 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 41°C
Plant coverage
10-40%
Enclosure
Gehege mit Dach
Terrain
- Kurzes Gras 20-80%
- Sand 10-70%
- Erde 10-70%
- Fels 0-20%
- Wasser 0-10%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Kleine Kadaver
Conservation
Gruppe und Zucht
Vom Aussterben bedroht
Least concern
Critically endangered
Wild population
27,000
27.000 – 51.300 (geschätzt) in the wild. Rank 31 of 58 species with a known count, smallest first.
Der Weißrückengeier verzeichnet einen dramatischen Populationsrückgang und gilt als vom Aussterben bedroht. Eine der größten Gefahren ist die Vergiftung, entweder versehentlich durch Tierkadaver, die Substanzen wie Diclofenac enthalten, ein für Geier hochgiftiges Tierarzneimittel, oder durch absichtlich vergiftete Kadaver, die von Wilderern zurückgelassen werden, damit die kreisenden Geier die Anti-Wilderer-Patrouillen nicht alarmieren. Der Lebensraumverlust durch die Ausbreitung des Menschen verringert ihre Nahrungs- und Nistplätze. Auch Stromschläge und Kollisionen mit Stromleitungen sind ein Problem, weil Geier oft auf hohen Konstruktionen nisten oder sitzen. Ihre langsame Fortpflanzungsrate erschwert die Wiederherstellung der Population. Als Reaktion darauf versuchen Schutzgebiete, die Geierpopulationen in sicheren Lebensräumen mit minimalen Störungen durch den Menschen zu schützen und zu stabilisieren. Rehabilitationszentren und „Geierrestaurants“ versorgen vergiftete Vögel medizinisch und mit sauberem Aas. Mit Hilfe von Satellitenortung werden gefährdete Gebiete identifiziert, und durch lokale Initiativen wird das Bewusstsein für die Bedeutung der Geier und die Gefahr durch Gifte geschärft. Außerdem gibt es Bestrebungen, schädliche Tierarzneimittel zu verbieten. Diese gemeinsamen Anstrengungen zielen darauf ab, die Zukunft dieser wichtigen Aasfresserart zu sichern.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Weißrückengeier sind gesellige Vögel, die sich oft in Gruppen von 10 bis 12 Tieren zusammenfinden, gemeinsam fressen und sich gegenseitig dabei helfen, Kadaver zu finden. Weißrückengeier bilden monogame Paare mit starken Bindungen, die durch Balzverhalten wie gegenseitiges Putzen und synchronisierte Flugeinlagen gefestigt werden. Die Paarungszeit variiert je nach Region, findet aber meistens in der Trockenzeit statt, wenn Aas leichter zu finden ist. Ein Paar baut hoch in den Bäumen und außerhalb der Reichweite von Raubtieren gemeinsam ein Nest. Diese Nester werden oft wiederverwendet und jedes Jahr erneuert, was eine starke Standorttreue fördert. Nach der Paarung legt das Weibchen ein einziges Ei ins Nest, das beide Elternteile abwechselnd etwa 55 Tage lang ausbrüten. Das Küken ist komplett auf seine Eltern angewiesen, die es mit ausgewürgtem Aas füttern, und wächst rasch heran, bis es mit 3,5 bis 4 Monaten flügge wird. Die Eltern kümmern sich noch mehrere Wochen nach dem Flüggewerden um das Jungtier, bis es lernt, selbstständig Futter zu suchen und zu fressen. Die jungen Geier werden mit etwa 5 bis 7 Jahren erwachsen und suchen sich dann einen Partner, mit dem sie eine Bindung eingehen.
Group and breeding
Group
Group size
6 – 80 (bis zu 40 Männchen, bis zu 40 Weibchen)
Male bachelor group
1-40
Female bachelor group
1-40
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
19-25 Jahre
Age of sexual maturity
6 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
1.8 Monate
Interbirth period
10.2 Monate
Gelegegröße
1
Mating system
Monogam
Mating season
Herbst
Reproduction in captivity
Schwer
Verwandte Tiere
- Als obligate Aasfresser helfen Weißrückengeier dabei, Krankheiten vorzubeugen, indem sie Aas beseitigen. Ihre speziellen Mägen töten viele Krankheitserreger ab, die für andere Tiere schädlich wären.
- Weißrückengeier können auf der Suche nach Nahrung an einem einzigen Tag Hunderte von Kilometern zurücklegen.
- Weißrückengeier haben keinen „Syrinx“ (Stimmkopf), jenes Organ, das Vögeln üblicherweise das Singen ermöglicht, und geben daher meist nur Grunz- und Zischlaute von sich.
- Weißrückengeier gehören zur Gattung Gyps. Der Name leitet sich vom altgriechischen Wort „gups“ ab, was „Geier“ bedeutet.
- Weißrückengeier besitzen ein außergewöhnlich gutes Sehvermögen und können Aas schon aus großer Entfernung entdecken, weshalb andere Aasfresser ihnen oft folgen, um Nahrung zu finden.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species