Overview
Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis), auch bekannt als Hakenlippen-Nashorn, ist ein großes Huftier, das in den Gras- und Buschlandschaften Süd- und Ostafrikas zu Hause ist. Spitzmaulnashörner tragen zwei Hörner im Gesicht, wobei das vordere deutlich länger ist als das hintere. Sie haben dicke, graue Haut, stämmige Gliedmaßen, kleine Augen und ovale Ohren. Spitzmaulnashörner erreichen eine Schulterhöhe von 1,4 bis 1,8 m, eine Länge von 3 bis 3,75 m und ein Gewicht von 800 bis 1.400 kg. Männchen und Weibchen besitzen eine ähnliche Größe.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegeanforderungen
Male
Female
Juvenile
Gehegebedürfnisse
Size
Schulterhöhe: 1.55 to 1.6 m
Measured as Schulterhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 4 of 5
Minimum height
2 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
770 m² + 770 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
40 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 41°C
Plant coverage
0-50%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Gras 10-60%
- Sand 10-40%
- Erde 10-60%
- Fels 0-20%
- Wasser 10-40%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Blätter und Zweige
- Heu
Conservation
Gruppe und Zucht
Vom Aussterben bedroht
Least concern
Critically endangered
Wild population
3,150
3,150 in the wild. Rank 12 of 58 species with a known count, smallest first.
Spitzmaulnashörner waren einst weit verbreitet, doch mittlerweile sind sie vom Aussterben bedroht – etliche Unterarten sind bereits ausgestorben. Ihnen drohen zahlreiche Gefahren, vor allem die Wilderei wegen ihrer Hörner, die in der traditionellen Medizin verwendet werden oder als Statussymbol gelten. Durch die Wilderei ging die Population der Spitzmaulnashörner zwischen den 1970er und 1990er Jahren um mehr als 90 % zurück. Außerdem führte, wie bei vielen Savannenarten, die Vergrößerung von Ackerland und Siedlungen dazu, dass sie einen Großteil ihres Lebensraums verloren haben. Militärische Konflikte in ihrem Verbreitungsgebiet erschweren die Durchsetzung von Gesetzen und Schutzmaßnahmen. Zu den wichtigsten Arterhaltungsmaßnahmen in Afrika gehören Patrouillen gegen Wilderei, strengere Strafverfolgung und der Einsatz von GPS-Ortung und Drohnen zum Schutz der Nashörner in freier Wildbahn. Außerdem wurden mehrere Umsiedlungs- und Wiederansiedlungsprogramme durchgeführt, bei denen Tiere aus Hochrisikogebieten in sicherere Reservate oder ehemalige Reviere gebracht wurden. Gemeinschaftsbasierte Projekte fördern den Ökotourismus und die Aufklärung zum Thema Nashörner und helfen den Menschen, vom Schutz dieser symbolträchtigen Tiere zu profitieren, anstatt sie zu jagen. So konnte sich die Population der Spitzmaulnashörner in den letzten Jahren langsam erholen. Dennoch sind sie stark gefährdet und auf Schutzmaßnahmen angewiesen.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Spitzmaulnashörner sind im Allgemeinen Einzelgänger, abgesehen von Müttern mit ihren Kälbern. Bei Begegnungen zwischen einzelnen Tieren können sich jedoch kurzfristige, lockere Bindungen entwickeln. Sowohl männliche als auch weibliche Spitzmaulnashörner besitzen Territorien, die sich häufig überlappen. Die Fortpflanzung findet bei dieser Art das ganze Jahr über statt, wobei die meisten Geburten gegen Ende der Regenzeit erfolgen. Männliche Tiere orten Weibchen anhand ihrer Exkremente. Treffen sie aufeinander, kann die Begegnung aggressiv verlaufen. Auch gegenüber anderen Männchen zeigen sie Aggression, insbesondere wenn es um die Konkurrenz um ein Weibchen geht. Weibchen wiederum wehren unerwünschte Annäherungsversuche kämpferisch ab. Bis zu zwei Wochen vor der Paarung bilden ein Männchen und ein Weibchen eine vorübergehende Gemeinschaft. Während dieser Bindungszeit verbringen sie die meiste Zeit mit gemeinsamem Fressen, Schlafen und Wandern. Das Männchen initiiert die Paarung, doch ist das Weibchen noch nicht empfänglich, wehrt es ihn aggressiv ab. Befindet sich das Weibchen in der Brunst, lässt es die Paarung zu. Der Geschlechtsakt dauert 20 bis 40 Minuten, danach trennen sich die Wege der beiden Tiere wieder. Trächtigkeiten bei Spitzmaulnashörnern dauern 15 Monate, nach denen das Weibchen ein einzelnes Kalb zur Welt bringt. Neugeborene Nashörner ernähren sich etwa einen Monat lang ausschließlich von der Mutter und beginnen dann, zusätzlich zur Muttermilch weiche Gräser zu fressen und Wasser zu trinken. Kälber werden im Alter von 18 Monaten entwöhnt, aber bleiben bei ihrer Mutter, bis sie zwischen 2 und 4 Jahre alt sind. Mit zunehmendem Alter trennen sie sich von ihren Müttern, um ihre eigenen Territorien zu gründen. Junge Nashörner können einer lose verbundenen Gruppe anderer jugendlicher Tiere beitreten oder allein umherziehen. Männliche Spitzmaulnashörner erreichen die Geschlechtsreife mit 7 oder 8 Jahren, Weibchen mit 5 bis 7 Jahren etwas früher.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 3 (bis zu 1 Männchen, bis zu 2 Weibchen)
Male bachelor group
1
Female bachelor group
1-2
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
30-45 Jahre
Age of sexual maturity
7 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
15 Monate
Interbirth period
9 Monate
Wurfgröße
1
Mating system
Polygyn
Mating season
Ganzjährig
Reproduction in captivity
Schwer
Verwandte Tiere
- Spitzmaulnashörner knurren und schreien bei Angst oder in Konfliktsituationen.
- Spitzmaulnashörner leben in Symbiose mit Vögeln wie Madenhackern und Reihern, die Parasiten von ihrer Haut entfernen.
- Spitzmaulnashörner ernähren sich hauptsächlich durch Grasen (Blätter von Sträuchern, Büschen und Bäumen) und haben stabile, greiffähige Lippen, die an diese Art der Nahrungssuche angepasst sind.
- Von den acht Unterarten des Spitzmaulnashorns existieren nur noch drei: das Ostafrikanische, das Mittelsüdliche und das Südwestliche Spitzmaulnashorn. Eine vierte Unterart, das Uganda-Spitzmaulnashorn, könnte in Reservaten außerhalb Ugandas überleben.
- Spitzmaulnashörner sind untereinander extrem aggressiv: 50 % der Männchen und 30 % der Weibchen, die eines natürlichen Todes sterben, fallen Verletzungen infolge von Konflikten zum Opfer.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species