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Kois

Kois

Cyprinus sp.
  • Aquarium
  • Vivarium

Overview

Der Koi ist eine domestizierte und gezielt gezüchtete Form des Karpfens. Zu seinen Vorfahren zählen vermutlich der Karpfen (Cyprinus carpio) und der Amur-Karpfen (Cyprinus rubrofuscus). Wildkarpfen leben in langsam fließenden Flüssen, Seen, Auen und Teichen mit weichem, schlammigem Grund und üppiger Vegetation. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die gemäßigten Regionen Eurasiens. Kois stammen aus Japan und sind heute auf der ganzen Welt als Zierfische verbreitet. Kois sind vor allem für ihre auffälligen Farben und Muster bekannt. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Rot, Orange und Gelb bis hin zu Schwarz, während Wildkarpfen in der Regel olivbraun, grünlich oder gelblich sind, mit einer helleren Unterseite und manchmal rötlichen Flossen. Alle Karpfen haben einen länglichen, kräftigen Körper mit großen Schuppen und markanten Barteln an den Mundwinkeln. Ausgewachsene Kois und Karpfen erreichen in der Regel eine durchschnittliche Länge von 60 bis 90 cm und wiegen zwischen 6 und 15 kg, wobei einige seltene Exemplare eine Länge von über 1 m und ein Gewicht von mehr als 30 kg erreichen können. Weibchen sind im Durchschnitt tendenziell größer und schwerer als Männchen.

Kois

Found in Weltweit verbreitet

Regions

  • Asien
  • Europa

IUCN Rote Liste

Minimum area

Deep water

50 m² + 15 m² pro zusätzlichem Tier

Environment

Temperature

18 bis 25°C

Plant coverage

30-60%

Water salinity

Süßwasser

Enclosure

Aquarium

Sozialverhalten & Fortpflanzung

Notizen für Tierpfleger

  • Copepoden
  • Algen-Pellets

Conservation

Gruppe und Zucht

Zahm

Least concern

Critically endangered

Kois sind domestiziert und weit verbreitet. Ihre wildlebenden Vorfahren stehen jedoch vor verschiedenen Arterhaltungsproblemen. Weder der Karpfen noch der Amur-Karpfen gelten als gefährdet. Allerdings stehen ihre natürlichen Süßwasserhabitate in vielen Gebieten aufgrund von Flussbegradigungen, Dammbau, Verschmutzung und der Trockenlegung von Feuchtgebieten vor der Zerstörung. Dies führt zu einem Rückgang der verfügbaren Laich- und Nahrungsgebiete. Gleichzeitig gehört der Karpfen zu den 100 schlimmsten Neozoa weltweit. Er wurde auf allen Kontinenten außer der Antarktis angesiedelt. Aufgrund seines Bodenfressverhaltens und seines starken Appetits schädigt er die Wasserflora und verdrängt einheimische Fischarten. Für beide Probleme werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Zum Schutz der natürlichen Lebensräume der Karpfen werden unter anderem Feuchtgebiete wiederhergestellt, die Wasserqualität verbessert und der Fischereidruck zum Schutz der Laichgebiete reduziert. In Regionen mit eingeführten Karpfenpopulationen werden Maßnahmen zur Populationskontrolle ergriffen, darunter Überwachung, Beseitigungsprogramme und Aufklärung der Öffentlichkeit, um das Aussetzen von Zierfischen zu verhindern. Beide Strategien dienen dem Schutz von Habitaten und der Arten in ihren jeweiligen natürlichen Lebensräumen.

Zoopedia sketchbook

Kois

Tierfakten

Keeper notes

Als gesellige Fische fühlen sich Kois in Gruppen am wohlsten und sollten nicht allein gehalten werden. Wie bei Wildkarpfen fällt die Paarungszeit der Kois in den Frühling und Frühsommer, wenn steigende Wassertemperaturen und längere Tageslichtphasen das Balzverhalten anregen. Männchen verfolgen die Weibchen aktiv und stupsen sie in flachen, pflanzenreichen Gewässern an, wodurch diese zur Eiablage veranlasst werden. Parallel dazu geben die Männchen ihre Fischmilch (die Samenflüssigkeit der Fische) ins Wasser ab, um die Eier von außen zu befruchten. Dieser Vorgang wird als Massenlaichen bezeichnet. Die Eier werden dabei verteilt und haften an Wasserpflanzen, Wurzeln oder Steinen, ohne dass die erwachsenen Tiere sie bewachen. Je nach Wassertemperatur schlüpft die Brut innerhalb von 3 bis 7 Tagen nach der Befruchtung. Zunächst nutzen die frisch geschlüpften Larven ihren Dottersack als Nahrungsreserve; später entwickeln sie sich zu frei schwimmenden Jungfischen, die sich von mikroskopisch kleinen Organismen ernähren. Mit zunehmendem Wachstum in den folgenden Monaten stellen die jungen Kois allmählich auf eine omnivore Ernährung um und entwickeln ihre charakteristische Körperform und Färbung. Unter geeigneten Bedingungen wachsen Kois relativ schnell heran und erreichen ihre Geschlechtsreife in der Regel im Alter von 2 bis 4 Jahren. Bei richtiger Pflege können sie mehrere Jahrzehnte alt werden.

Group and breeding

Group

Shoal size

15-30

Lifecycle and breeding

Life expectancy

40 Jahre

Age of sexual maturity

3 Jahre

Mating season

Sommer

Verwandte Tiere

  • Die Farben eines Kois können sich im Laufe der Zeit je nach Ernährung, Umgebung, Jahreszeit und Alter verändern.
  • Kois können Menschen wiedererkennen und schwimmen auf diejenigen zu, die sie regelmäßig füttern und mit ihnen interagieren.
  • Wildkarpfen wurden schon vor Hunderten von Jahren in Ostasien als Speisefische gezüchtet. Den Bauern fielen dabei gelegentlich auffällige Farbmutationen auf.
  • Kois haben bei guter Pflege eine sehr lange Lebensdauer. Einigen Aufzeichnungen zufolge können bestimmte Koi-Arten sogar über 100 Jahre alt werden.
  • „Koi“ ist das japanische Wort für „Karpfen“. Der spezifischere Begriff „Nishikigoi“ bedeutet hingegen „Brokatkarpfen“.

Taxonomy

Class

Actinopterygii

Order

Cypriniformes

Family

Cyprinidae

Genus

Cyprinus

Species

Cyprinus sp.

Related animals

Same family, then shared biomes and regions
Kois

Kois

Cyprinus sp.

Klasse

Strahlenflosser

Vorkommen

Asien, Europa

Zahm

DOM

Gehege

Aquarium, Vivarium

Biome

Seen und Flüsse

Hauptspiel

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