Overview
Der Komodowaran (auch Varanus komodoensis) ist eine Waranart, die nur auf den indonesischen Inseln Komodo, Rinca, Flores, Gili Dasami und Gili Motang vorkommt. Die Tiere haben eine stumpfe, grünlich-braune Färbung, breite Gliedmaßen, die weit auseinanderstehen, einen langen, kräftigen Schwanz und eine gelbliche, gespaltene Zunge. Der Gang des Komodowarans ist sehr charakteristisch: Er bewegt die Gliedmaßen weit nach außen und schlängelt den Körper während des Laufens hin und her. Komodowarane scheinen nicht sonderlich schnell zu sein, bei der Jagd auf Beute können sie aber Geschwindigkeiten von fast 19 km/h erreichen. Männchen werden im Schnitt 2,59 m lang und wiegen zwischen 79 und 91 kg. Die Weibchen sind hingegen kleiner, im Schnitt nur 2,29 m lang und zwischen 68 und 73 kg schwer.
Found in Südostasien
Regions
- Asien
Gehegebedürfnisse
Size
Länge: 2.3 to 2.85 m
Umgebung
Male
85 kg
Female
71 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Länge. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
285 m² + 285 m² pro zusätzlichem Tier
Water
15 m² + 15 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
25 m² pro Tier
Environment
Temperature
18 bis 33°C
Plant coverage
10-40%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Gras 0-50%
- Sand 0-40%
- Erde 30-100%
- Fels 0-30%
- Wasser 0-10%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Kleine Kadaver
Conservation
Gruppe und Zucht
Stark gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
1,383
1,383 in the wild. Rank 6 of 58 species with a known count, smallest first.
Komodowarane gelten aufgrund des Verlusts ihres Lebensraums, der Eingriffe durch den Menschen und der übermäßigen Bejagung ihrer Beutetiere, wie zum Beispiel Timorhirsche, als stark gefährdet. Diese Art, die nur auf einer Handvoll Inseln in Indonesien beheimatet ist, ist sehr anfällig für Veränderungen in ihrem isolierten Ökosystem. Menschliche Siedlungen und Landwirtschaft haben ihre Umwelt fragmentiert, und der durch den Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels könnte niedrig gelegene Nistplätze und kleine Inseln überfluten. Der Komodo-Nationalpark wurde in den 1980er Jahren gegründet und bietet den Komodowaranen und ihrem Lebensraum auf dieser Insel starken rechtlichen Schutz. Der In-situ-Schutz konzentriert sich auf die Überwachung der Bestände, die Bekämpfung der Wilderei und die Förderung des Ökotourismus, während der Ex-situ-Schutz eine genetisch gesunde Ersatzpopulation in Zoos erhält und das Bewusstsein und die Finanzierung fördert. Die Planung von Klimaanpassungsmaßnahmen kann dabei helfen, höher gelegene Nistplätze zu identifizieren und zu schützen. Diese Maßnahmen konnten zwar dazu beitragen, die Bestände auf den geschützten Inseln zu stabilisieren, doch der weitere Erfolg hängt vom Engagement vor Ort, der Vernetzung der Lebensräume und einer koordinierten globalen Unterstützung ab.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Komodowarane sind Einzelgänger, zum Fressen und zur Paarung bilden sie aber durchaus Gruppen. In so einer Gruppe ist das größte Männchen dominant: Es darf zuerst fressen oder sich ein Weibchen aussuchen. Während der Paarungszeit von Mai bis August kämpfen die Männchen um Territorium und Weibchen, die sie mit ihrer Zunge aufspüren. Bei Kämpfen stehen die Männchen auf ihren Hinterbeinen. Die Weibchen lassen sich nur selten auf Annäherungsversuche ein, beißen und kratzen oft ihre Verehrer und werden bei der Paarung meist vom Männchen zu Boden gedrückt. Komodowaran-Weibchen legen etwa 1 bis 3 Monate nach der Paarung 15 bis 30 Eier in ein Bodennest, wo sie sie 7 bis 8 Monate lang ausbrüten. Nach dem Schlüpfen müssen sich die Jungtiere selbst aus dem Nest graben, um dann auf Bäumen und über der Erdoberfläche Schutz vor den Erwachsenen zu suchen, die sie sonst fressen würden. Bis zu 90 % der Jungtiere sterben, bevor sie erwachsen werden. Sie erreichen ihre Geschlechtsreife erst zwischen 8 und 9 Jahren.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 2 (bis zu 1 Männchen, bis zu 1 Weibchen)
Male bachelor group
1
Female bachelor group
1-2
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
25-30 Jahre
Age of sexual maturity
8 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
1.4 Monate
Interbirth period
10.6 Monate
Gelegegröße
1-4
Nest Type
Hügelnest, groß
Mating system
Promiskuitiv
Mating season
Sommer
Reproduction in captivity
Sehr schwer
Dominance
die Fressreihenfolge wird anhand der Größe bestimmt
Verwandte Tiere
- Komodowarane sind Lauerjäger: Sie warten auf Beute und attackieren dann die Kehle ihres Opfers.
- Komodowarane können Tiere von der Größe einer Ziege oder eines kleinen Rehs im Ganzen verschlingen. Nach so einer Mahlzeit verdauen sie langsam das Fleisch und würgen dann Fell, Hörner und Knochen wieder hoch.
- Komodowarane sind Kannibalen: Jungtiere der eigenen Art machen bis zu 10 % des Speiseplans aus.
- Komodowarane verteilen ihr starkes Gift, das aus ihren scharfen Zähnen kommt, mit mehreren Bisswunden. Das Gift lässt das Opfer aufgrund des Blutverlusts und Schocks nach dem ersten Angriff zusammenbrechen. Es ist zu schwach, um sich zu wehren oder zu fliehen.
- Komodowaran-Weibchen können auch ohne vorherige Paarung Eier legen, aus denen dann allerdings nur männliche Tiere schlüpfen. Diese Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung nennt man Parthenogenese.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species