Overview
Der Sekretär (auch Sagittarius serpentarius) ist ein großer Greifvogel, der in den Savannen Afrikas südlich der Sahara verbreitet ist. Er besitzt lange Beine, einen weiß gefiederten Körper mit schwarzen Schwungfedern an den Flügeln und schwarze Federn an den Oberschenkeln. Sein hakenförmiger Schnabel ist weiß. Der Bereich um die Augen ist orangerot gefärbt. Der Sekretär hat eine markante Haube aus schwarzen und weißen Federn, die an seinem Hinterkopf hervorstehen. Sowohl Männchen als auch Weibchen sind zwischen 1,2 und 1,5 m groß, haben eine Flügelspannweite von 1,9 bis 2,2 m und wiegen zwischen 3,7 und 4,3 kg. Einige Männchen verfügen über etwas größere Schwanzfedern oder Hauben als die Weibchen, aber im Allgemeinen sehen sich beide Geschlechter sehr ähnlich.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Biomes
Gehegebedürfnisse
Size
Beinspannweite: 2.2 m
Measured as Beinspannweite. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
200 m² + 100 m² pro zusätzlichem Tier
Flying
60 m² + 25 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
14 bis 36°C
Plant coverage
10-40%
Enclosure
Gehege mit Dach
Terrain
- Kurzes Gras 20-80%
- Sand 10-70%
- Erde 10-70%
- Fels 0-20%
- Wasser 0-10%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiches Fleisch
- Kleine Kadaver
Conservation
Gruppe und Zucht
Stark gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
6,700
6,700 - 67,000 in the wild. Rank 16 of 58 species with a known count, smallest first.
Der Sekretär galt einst als gefährdet und wird heute als stark gefährdet eingestuft; sein Bestand ist aufgrund von Lebensraumverlust und -zerstörung stark zurückgegangen. Ein Großteil der offenen Graslandschaften, auf die er angewiesen ist, wurde für landwirtschaftliche Zwecke umgewandelt, während Veränderungen in der Landnutzung und -bewirtschaftung, wie übermäßige Brandrodung und intensive Beweidung, das Beuteangebot verringern und die Jagdgebiete beeinträchtigen. Darüber hinaus verschärfen Kollisionen mit Stromleitungen, das Verfangen in Zäunen, Sekundärvergiftungen durch Pestizide und unvorhersehbare Klimaextreme wie zunehmende Hitze und Dürre diese Bedrohungen zusätzlich. Langzeitbeobachtungen, einschließlich Bürgerwissenschaftsberichten, und ökologische Forschungen über den Sekretär sind Mittel, um diese Probleme zu verstehen und zu mindern. Durch die Zusammenarbeit mit Landbesitzern sollen wildtierfreundliche Anbaumethoden gefördert werden. Angepasste Zaunkonstruktionen und gekennzeichnete Stromleitungen können infrastrukturbedingte Verluste verringern. Die Zucht in Gefangenschaft liefert Erkenntnisse für mögliche Auswilderungen zur Unterstützung bedrohter wildlebender Populationen. Mit diesen Strategien besteht die Hoffnung, dass bestehende Populationen geschützt und angesichts des Klimawandels und zunehmender menschlicher Eingriffe widerstandsfähiger gemacht werden können.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Sekretäre sind monogam und leben gemeinsam als Pärchen. Sekretäre sind ganzjährig paarungsbereit, solange ausreichend Beute vorhanden ist. Die Hauptpaarungszeit fällt jedoch in die Regenzeit. Männchen und Weibchen suchen sich einen dornigen Baum, meist eine Akazie, in dessen Kronenwerk sie ihr Nest in Form einer großen Plattform bauen. Während der Balz fliegen sie hoch in die Luft und schweben im Sturzflug übereinander und das Nest hinweg. Das Männchen ist dabei oft aktiver. Die Paarung findet meist am Boden statt. Kurz nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 3 Eier ins Nest, meist in Abständen von 2 Tagen. Männchen und Weibchen brüten abwechselnd die Eier über einen Zeitraum von insgesamt 42 bis 46 Tagen aus, bis sie schlüpfen. Nach dem Schlüpfen gehen beide Elternteile auf Beutefang und füttern die Küken 3- bis 5-mal am Tag. Im Alter von 63 bis 106 Tagen werden die Küken flügge, womit die elterliche Fürsorge endet. Die Jungvögel verlassen das Revier ihrer Eltern und machen sich auf die Suche nach einem eigenen. Sekretäre werden im Alter von 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif und beginnen dann mit der Suche nach einem Partner und einem Nistplatz.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 2 (bis zu 1 Männchen, bis zu 1 Weibchen)
Male bachelor group
1
Female bachelor group
1
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
15-20 Jahre
Age of sexual maturity
3 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
1.6 Monate
Interbirth period
12 Monate
Gelegegröße
1-2
Mating system
Monogam
Mating season
Sommer
Reproduction in captivity
Schwer
Verwandte Tiere
- Obwohl Sekretäre fliegen können, tun sie das nur selten. Sie bewegen sich meist zu Fuß fort.
- Der wissenschaftliche Name des Sekretärs, „Sagittarius serpentarius“, bedeutet „der Schlangenbogenschütze“.
- Man nimmt an, dass der Sekretär seinen Namen aufgrund der Federfransen um seinen Kopf herum erhielt. Diese erinnern an die Federkiele, die sich die Rechtssekretäre des 19. Jahrhunderts hinter die Ohren steckten.
- Der Sekretär hat einen sehr kräftigen Tritt, mit dem er Schlangen töten kann.
- Obwohl man sie oft nur mit Schlangen in Verbindung bringt, gehören ebenfalls Insekten, Spinnentiere und kleine Säugetiere zur Beute des Sekretärs.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species