Overview
Das Przewalski-Pferd (auch Equus ferus przewalskii) ist eine Wildpferdart, die in der Steppe der Mongolei lebt, auch bekannt als Tachi, Mongolisches Wildpferd und Asiatisches Wildpferd. Das Przewalski-Pferd ist kleiner und stämmiger gebaut als die meisten anderen Pferdearten. Das Fell ist orange-hellbraun mit einer helleren Unterseite und wird von einer aufrechten schwarzen Mähne, einem dicken schwarzen Schwanz und schwarzen Beinen akzentuiert. Es misst 2,1 bis 2,6 m Länge und 1,2 bis 1,5 m Schulterhöhe. Geschlechtsreife Tiere wiegen zwischen 250 und 360 kg. Männchen sind meist etwas größer als Weibchen, auch wenn es bei dieser Spezies keinen offensichtlichen Geschlechtsdimorphismus gibt.
Found in (wieder)eingeführt in asiatischen Steppengebieten
Regions
- Asien
Biomes
Gehegeanforderungen
Adult
Juvenile
Gehegebedürfnisse
Size
Schulterhöhe: 1.35 m
Umgebung
Male
305 kg
Female
305 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Schulterhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1.25 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
460 m² + 140 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
-26 bis 36°C
Plant coverage
0-60%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Gras 40-100%
- Sand 0-30%
- Erde 10-60%
- Fels 0-20%
- Schnee 0-100%
- Wasser 0-10%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Heu
- Pflanzenfresser-Pellets
Conservation
Gruppe und Zucht
Stark gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
1,900
1.900 wiedereingeführt, halbwild in Nationalparks und Reservaten in the wild. Rank 7 of 58 species with a known count, smallest first.
Nachdem das Przewalski-Pferd in den 1960er Jahren aufgrund von Lebensraumverlust und übermäßiger Jagd vom Aussterben bedroht war, konnte es nur in Gefangenschaft überleben. Inzwischen wurde es wieder ausgewildert, und der aktuelle Bestand wird als stark gefährdet eingestuft. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde ihr natürlicher Lebensraum in den Graslandschaften Zentralasiens immer mehr in Ackerland umgewandelt. Die Jagd zur Fleischgewinnung oder das Einfangen für Zoos haben ihren Bestand zusätzlich dezimiert. Glücklicherweise überlebten diese kleinen in Gefangenschaft lebenden Bestände und bildeten später die Grundlage für ein erfolgreiches Zucht- und Wiederansiedlungsprogramm. In den 1990er Jahren arbeiteten Naturschützer und die mongolischen Behörden daran, in Gefangenschaft gezüchtete Pferde wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszuwildern. Die erste Pferdeherde wurde 1992 freigelassen. Im Laufe der Jahre passte sich die Population gut an, bildete stabile soziale Strukturen und vermehrte sich in freier Wildbahn. Heute gibt es in mehreren Schutzgebieten in der Mongolei, Kasachstan und sogar der Ukraine gedeihende Bestände von Przewalski-Pferden, was dies zu einem der erfolgreichsten Fälle der Wiederansiedlung großer Säugetiere macht.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Przewalski-Pferde leben in zusammengeschlossenen Herden, die aus mehreren Harems bestehen. Einem Harem gehören jeweils ein reifer Hengst, mehrere Stuten und deren Fohlen an. Junghengste, die noch keinen eigenen Harem haben, und alte Hengste, die ihren Harem verloren haben, leben in Junggesellenherden. Junge Przewalski-Stuten verlassen ihre Geburtsgruppe, um sich einem Harem eines fremden Hengstes anzuschließen, in dem sie ihr Leben lang verbleiben. Hengste nehmen im Laufe ihres Lebens mehrere Stuten auf und vergrößern ihren Harem, bis sie nicht mehr fit genug sind, um ihn zu verteidigen. Alte Hengste, die ihren Harem verloren haben, können sich Junggesellenherden anschließen. Von April bis Mai paart sich der dominante Hengst mit den Stuten seines Harems. Stuten sind 11 bis 12 Monate lang trächtig und werfen jeweils ein Fohlen. Nach einem Monat beginnen die Fohlen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit 8 bis 13 Monaten sind sie vollständig entwöhnt, meist wenn die Mutter ein neues Fohlen zur Welt bringt. Die Fohlensterblichkeit beträgt 85 %. Ursache dafür sind meist fremde Hengste, die die Stuten wieder in Brunst bringen wollen. Stuten sind 7 Tage nach der Geburt wieder paarungs- und befruchtungsfähig. Przewalski-Pferde erreichen die Geschlechtsreife im Alter von 2 Jahren, doch Weibchen paaren sich nur selten vor dem 3. Lebensjahr und Männchen bilden ihren eigenen Harem nicht vor dem 5. Lebensjahr. Weibchen verlassen ihren Geburtsharem, wenn sie von einem anderen Hengst erobert werden. Männchen hingegen wandern im Alter von 1 bis 2 Jahren ab und bilden Junggesellenherden, in denen sie durch spielerische Kämpfe erlernen, wie sie später ihren eigenen Harem verteidigen können.
Group and breeding
Group
Group size
3 – 8 (bis zu 1 Männchen, bis zu 7 Weibchen)
Male bachelor group
1-8
Female bachelor group
1-8
Offspring dispersal
Männlicher Nachwuchs
Lifecycle and breeding
Life expectancy
25-36 Jahre
Age of sexual maturity
2 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
12 Monate
Interbirth period
12 Monate
Wurfgröße
1
Mating system
Polygyn
Mating season
Frühling
Reproduction in captivity
Leicht
Dominance
ein dominantes Männchen pro Gruppe, Rangfolge der Weibchen wird durch Alter bestimmt
Verwandte Tiere
- Der genaue taxonomische Status des Przewalski-Pferdes wird noch immer diskutiert, wobei manche argumentieren, es sei eine Unterart des Hauspferdes, während andere es als separate Art des Wildpferdes klassifizieren.
- Das Przewalski-Pferd besitzt 33 Chromosomenpaare, wohingegen moderne Hauspferde 32 haben, was darauf hinweist, dass sie vor langer Zeit genetisch getrennt wurden.
- 2020 wurde das erste geklonte Przewalski-Pferd im Rahmen eines assistierten Zuchtprogramms geboren. Das Fohlen wurde mithilfe einer eingefrorenen Zelle eines Hengstes erschaffen, der 1998 gestorben war, und man hofft, dass es der Population dringend nötige genetische Diversität verleiht.
- Es leben über 100 Przewalski-Pferde im Sperrgebiet des osteuropäischen Tschernobyl.
- Dem Przewalski-Pferd wird ein ähnliches Aussehen zugeschrieben, wie es die wilden Vorfahren des Hauspferdes möglicherweise besessen haben, mit einem dunklen Fell und einfachen Markierungen an Rückseite und Beinen.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species