Overview
Das Goldene Löwenäffchen (auch Leontopithecus rosalia) ist ein Primat der Neuen Welt, der in den atlantischen Küstenregenwäldern im Südosten Brasiliens heimisch ist und vor allem in feuchten Tiefland- und Sekundärwäldern lebt. Diese Äffchen sind klein und schlank, besitzen ein goldfarbenes bis rotgoldenes Fell und eine markante, lange Mähne, die ihr dunkles Gesicht umrahmt. Ihre Kopf- und Körperlänge beträgt im Durchschnitt etwa 20 bis 30 cm, dazu kommt ein langer Schwanz von 32 bis 40 cm. Ausgewachsene Tiere wiegen in der Regel etwa 600 bis 800 g. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum in Größe und Färbung.
Found in Südamerika
Regions
- Südamerika
Biomes
Gehegeanforderungen
Adult
Juvenile
Gehegebedürfnisse
Size
Nase bis Rumpfende: 0.27 m
Measured as Nase bis Rumpfende. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 1 of 5
Minimum height
3 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Needed
Water barrier
Allowed
Water barrier size
3 m wide, 1 m deep
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
55 m² + 15 m² pro zusätzlichem Tier
Climbing
15 m² + 5 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
2 m² pro Tier
Environment
Temperature
18 bis 33°C
Plant coverage
40-100%
Enclosure
Klettersicheres Gehege
Terrain
- Kurzes Gras 0-40%
- Sand 0-10%
- Erde 30-90%
- Fels 0-20%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Nährstoffreiche Cracker
- Früchte
Enrichment items
Conservation
Gruppe und Zucht
Stark gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
4,800
4800 in the wild. Rank 14 of 58 species with a known count, smallest first.
Das Goldene Löwenäffchen gilt als stark gefährdet. Seit Jahrzehnten steht es aufgrund von Lebensraumverlust, Fragmentierung und einem geschrumpften Genpool vor großen Herausforderungen hinsichtlich seines Artenschutzes. Der verbleibende Atlantische Regenwald besteht aus winzigen, isolierten Flecken, die zu klein sind, um gesunde Bestände zu erhalten, wodurch sie anfällig für genetischen Rückgang und Krankheitsausbrüche sind. Illegale Abholzung, die Ausdehnung der Landwirtschaft, die städtische Entwicklung und der illegale Handel mit Haustieren haben zu Bestandsrückgängen beigetragen, und Krankheiten haben in einigen Teilpopulationen über 30 % der Tiere getötet. Durch Arterhaltungsmaßnahmen wurden Lebensräume geschützt und wiederhergestellt, isolierte Waldstücke durch Baumkronen-Korridore miteinander verbunden und Wildbestände gestärkt, was zu einem dramatischen Anstieg der Tierpopulationen führte. Naturschutzgebiete bieten einen sicheren Lebensraum, und durch Umsiedlungs- und Wiederansiedlungsprogramme konnten neue, lebensfähige Populationen gebildet werden. Impfungen gegen Gelbfieber und Initiativen für nachhaltige Landwirtschaft an Waldrändern zielen darauf ab, die Auswirkungen von Krankheiten und den Druck durch den Menschen zu verringern. Bildung zum Thema Umwelt, Förderung der Agrarforstwirtschaft und langfristige Strategien, um den Äffchen eine vernetzte, genetisch robuste Zukunft zu sichern.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Goldene Löwenäffchen sind sehr gesellige Primaten. Sie leben in Familiengruppen von 2 bis 8 Tieren, die meist aus einem Brutpaar und dessen Nachkommen aus einem oder mehreren Würfen bestehen. Die Paarungszeit erstreckt sich von September bis März. Goldene Löwenäffchen bilden innerhalb ihrer Familiengruppen monogame oder sozial eng verbundene Paare. Die Partnersuche verläuft relativ zurückhaltend, beinhaltet jedoch Rufe, gegenseitige Fellpflege und engen Körperkontakt zwischen Männchen und Weibchen. Im Rahmen der Umwerbung von potenziellen Partnern bringen Männchen den Weibchen manchmal Nahrungsmittel wie Früchte oder Insekten. Die Paarungszeit fällt oft mit Zeiten zusammen, in denen im Atlantischen Regenwald besonders viele Früchte verfügbar sind, was eine ausreichende Nahrungsgrundlage für die Aufzucht der Nachkommen sicherstellt. Weibchen bringen nach einer Tragzeit von etwa 125 Tagen in der Regel Zwillinge zur Welt, es können jedoch auch Einzelgeburten oder Drillinge vorkommen. Die Fortpflanzung bei Goldenen Löwenäffchen verläuft ausgesprochen kooperativ, da alle Gruppenmitglieder sich an der Aufzucht der Jungtiere beteiligen. Erwachsene und ältere Jungtiere tragen, pflegen und beschützen die Neugeborenen abwechselnd, während die Mutter hauptsächlich für die Säugung zuständig ist. Die Jungtiere klammern sich beim Herumtragen in den Baumkronen während der Nahrungssuche fest an den Körper des Elterntiers. Jungtiere werden im Alter von etwa 2 bis 3 Monaten entwöhnt und erreichen ihre Geschlechtsreife im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren, bleiben aber meist noch länger in der Gruppe, in der sie geboren wurden.
Group and breeding
Group
Group size
2 – 8 (bis zu 7 Männchen, bis zu 7 Weibchen)
Male bachelor group
1-3
Female bachelor group
1-3
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
10-20 Jahre
Age of sexual maturity
3 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
4.3 Monate
Interbirth period
7.7 Monate
Wurfgröße
1-3
Mating system
Monogam
Mating season
Herbst und Winter
Reproduction in captivity
Leicht
Dominance
von dominantem Brutpaar reguliert
Verwandte Tiere
- Goldene Löwenäffchen sind sehr stimmgewaltig; sie nutzen hohe, pfeifende „Fii“-Rufe, Trillern, Zwitschern und Warnrufe, um den Kontakt aufrechtzuerhalten, vor Raubtieren zu warnen und Gruppenaktivitäten zu koordinieren.
- Früher gab es weniger als 200 Goldene Löwenäffchen in freier Wildbahn, doch dank Arterhaltungsprogrammen ist der Wildbestand inzwischen auf mehrere Tausend angewachsen.
- Gruppen von Goldenen Löwenäffchen verteidigen Reviere von 5 bis 25 Hektar und nutzen dabei Duftmarkierungen und Laute, um Eindringlinge abzuschrecken.
- Goldene Löwenäffchen schlafen in Baumhöhlen, hohlen Ästen oder dichten Lianengeflechten.
- Jungtiere haben in freier Wildbahn in Gruppen mit Helfern deutlich bessere Überlebenschancen, was die zentrale Rolle kooperativer Aufzucht und sozialer Fürsorge verdeutlicht.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species