Overview
Die Rohrdommel (Botaurus stellaris), auch bekannt als Große Rohrdommel, ist eine große Reiherart, die in Europa, Asien und Teilen Nordafrikas vorkommt. Sie lebt in dichten Schilfgürteln und Süßwasserfeuchtgebieten mit üppiger Vegetation. Die Rohrdommel zeichnet sich durch ihr gestreiftes braunes Gefieder, ihren stämmigen Körper, ihren dicken Hals und ihren kräftigen, spitzen Schnabel aus, wodurch sie im Vergleich zu anderen Reihern ziemlich massig wirkt. Erwachsene Tiere sind in der Regel 69 cm bis 81 cm groß, haben eine Flügelspannweite von 100 cm bis 130 cm und wiegen zwischen 0,87 kg und 1,9 kg. Die Männchen können etwas größer sein als die Weibchen.
Found in Europa, Asien, Afrika
Regions
- Afrika
- Asien
- Europa
Biomes
Gehegeanforderungen
Male
Female
Gehegebedürfnisse
Size
Beinspannweite: 1.2 to 1.3 m
Measured as Beinspannweite. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
40 m² + 40 m² pro zusätzlichem Tier
Water
25 m² + 15 m² pro zusätzlichem Tier
Flying
20 m² + 20 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
10 m² pro Tier
Environment
Temperature
-6 bis 25°C
Plant coverage
20-60%
Enclosure
Gehege mit Dach
Terrain
- Langes Gras 30-100%
- Sand 0-10%
- Wasser 20-100%
- Erde 10-30%
- Fels 0-30%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Kleine ganze Fische
- Süßwasserkrustentiere
Enrichment items
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Wild population
184,000
184,000 - 310,000 in the wild. Rank 44 of 58 species with a known count, smallest first.
Obwohl die Rohrdommel heute als „nicht gefährdet“ gilt, ist ihr Lebensraum aus Schilfgürteln und Feuchtgebieten von Fragmentierung und Verfall bedroht. Sie braucht dichte, hohe Schilfbestände über seichtem Wasser, um sich zu ernähren, zu brüten und Schutz zu finden. Viele Feuchtgebiete wurden jedoch für die Ausdehnung von Städten oder landwirtschaftliche Zwecke trockengelegt, und Schilfgürtel wurden fragmentiert oder durch Vernachlässigung unbrauchbar gemacht. Außerdem beeinträchtigen Umweltverschmutzung, Störungen der Nistplätze durch Menschen und die Auswirkungen des Klimawandels die Populationen der Rohrdommel zusätzlich. Umfangreiche Naturschutzmaßnahmen, die sich auf die Wiederherstellung der Umwelt konzentrieren, zeigen in Teilen ihres Verbreitungsgebiets vielversprechende Ergebnisse. Im Vereinigten Königreich beispielsweise tragen die großflächige Anlage und Wiederherstellung von Schilfgürteln dazu bei, den dramatischen Rückgang der Feuchtgebietsökosysteme und damit des verfügbaren Lebensraums für Rohrdommeln umzukehren. Auf dem europäischen Festland profitieren Rohrdommeln ebenfalls von Programmen, die sich auf die Wiederherstellung von Lebensräumen, die Regulierung des Wasserstands und Aufklärungskampagnen zum Schutz dieser empfindlichen Ökosysteme konzentrieren. Diese Schutzmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die fast ausgestorbenen Rohrdommelpopulationen erholt haben. Werden die Maßnahmen fortgesetzt, tragen sie dazu bei, das Überleben der Art in freier Wildbahn langfristig zu sichern.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Rohrdommeln sind Einzelgänger, tolerieren jedoch außerhalb der Paarungszeit andere Artgenossen. Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten bilden sie während der Paarungszeit keine dauerhaften Partnerschaften und trennen sich kurz nach der Paarung wieder. Die Paarungszeit der Rohrdommeln erstreckt sich vom späten Winter bis zum Frühlingsanfang. In dieser Zeit beansprucht das Männchen ein Revier in einem großen Schilfgebiet und verteidigt es mit seinem charakteristischen „Bumm“-Ruf, um Weibchen anzulocken und rivalisierende Männchen zu vertreiben. Während der Paarungszeit kann es sich mit bis zu fünf Weibchen paaren, die sein Revier betreten. Nach der Paarung baut das Weibchen aus den Schilfhalmen, Seggen und Stängeln des Vorjahres ein Nest und schafft so eine flache schwimmende Plattform am Wasserrand. Hier legt sie 3 bis 6 Eier. Die Weibchen kümmern sich allein um den Nachwuchs, und nach der Eiablage dauert die Brutzeit etwa 25 bis 28 Tage. Die Küken schlüpfen in der Regel im Abstand von mehreren Tagen und bleiben dann zwei Wochen lang im Nest. Danach verlassen sie das Nest und verstreuen sich in den umliegenden Schilfgürteln, werden aber weiterhin von ihrer Mutter versorgt. Die Küken werden mit etwa 6 bis 8 Wochen flügge und können fliegen. Anschließend werden die Jungvögel allmählich selbstständig, während die Weibchen sie weiterhin – oft mit ausgewürgtem Futter – versorgen, bis sie schließlich völlig unabhängig sind. Die Rohrdommel wird mit einem Jahr geschlechtsreif.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 2 (bis zu 1 Männchen, bis zu 1 Weibchen)
Male bachelor group
1
Female bachelor group
1
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
9-11 Jahre
Age of sexual maturity
1 Jahr
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
1 Monat
Interbirth period
12 Monate
Gelegegröße
3-6
Mating system
Polygyn
Mating season
Frühling
Reproduction in captivity
Durchschnittlich
Verwandte Tiere
- Rohrdommeln ernähren sich hauptsächlich von Fischen, Amphibien, Insekten und kleinen Säugetieren, die sie mit schnellen Stößen ihres dolchartigen Schnabels fangen.
- Der tiefe, wie ein Nebelhorn klingende Ruf der männlichen Rohrdommel ist bis zu 5 km weit zu hören.
- Der charakteristische Ruf der männlichen Rohrdommel entsteht, indem sie ihre Speiseröhre aufbläst, die dann wie ein Resonanzkörper wirkt. Dieser Ruf gehört zu den markantesten Vogelstimmen Europas.
- Das gestreifte braune und gelbbraune Gefieder der Rohrdommel passt sich perfekt an die Schilfhalme an, sodass sie fast unsichtbar ist, wenn sie regungslos mit nach oben gerichtetem Schnabel dasitzt.
- Die Rohrdommel war im späten 19. Jahrhundert in Großbritannien fast komplett ausgestorben, hat sich jedoch dank Projekten zur Renaturierung ihres Lebensraums wieder stark erholt.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species