Overview
Das Goodfellow-Baumkänguru (auch Dendrolagus goodfellowi) ist ein in Bäumen lebendes Beuteltier. Heimisch ist es in den Regenwäldern in mittleren und höheren Lagen von Papua-Neuguinea und Indonesien. Es lebt in dichten Wäldern und bewegt sich geschickt durch die Baumkronen, kommt jedoch gelegentlich auch auf den Boden herab. Das Goodfellow-Baumkänguru besitzt rötlich-braunes Fell mit goldgelben Ringen am Schwanz, eine helle Bauchseite sowie gelbe Streifen auf Rücken und Wangen. Es hat kräftige Vorderbeine, lange, gebogene Krallen und einen starken Schwanz, der ihm als Balancierhilfe dient. Der Schwanz allein misst 70 bis 80 cm. Erwachsene Männchen erreichen eine Körperlänge (ohne Schwanz) von 60 bis 77 cm und wiegen zwischen 8 und 9,5 kg. Weibchen sind etwas kleiner und werden 55 bis 70 cm lang bei einem Gewicht von 7 bis 8,5 kg.
Found in Südostasien
Regions
- Ozeanien
Biomes
Gehegeanforderungen
Male
Female
Juvenile
Gehegebedürfnisse
Size
Nase bis Rumpfende: 0.6 to 0.65 m
Measured as Nase bis Rumpfende. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 1 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
200 m² + 50 m² pro zusätzlichem Tier
Climbing
20 m² + 10 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
7.5 m² pro Tier
Environment
Temperature
18 bis 33°C
Plant coverage
40-100%
Enclosure
Klettersicheres Gehege
Terrain
- Erde 50-100%
- Fels 0-20%
- Sand 0-50%
- Gras 0-30%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Blattgemüse und Gemüse
- Nährstoffreiche Cracker
Enrichment items
Conservation
Gruppe und Zucht
Stark gefährdet
Least concern
Critically endangered
Goodfellow-Baumkängurus gelten als stark gefährdet. Sie werden durch die Jagd, den Verlust ihres Lebensraums und die Fragmentierung der Waldökosysteme bedroht. Die Ausweitung der Landwirtschaft, des Bergbaus und der Holzwirtschaft hat zu einer weitreichenden Abholzung in den Berg- und Mittelgebirgsregenwäldern geführt, wodurch wichtige zusammenhängende Lebensräume mit Baumkronendächern verloren gegangen sind. Außerdem stellen die Jagd zum Zweck der Fleischgewinnung und die traditionelle Medizin eine weitere große Gefahr dar, vor allem da Menschen immer mehr in bisher unberührte Waldgebiete vordringen. Ihre langsame Fortpflanzungsrate, ihre einzelgängerische Lebensweise und ihr begrenztes Verbreitungsgebiet machen es besonders schwierig, die Bestände wieder aufzubauen. Arterhaltungsmaßnahmen konzentrieren sich auf den Schutz von Lebensräumen, Aufklärung und Forschung unter Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Im Rahmen solcher Programme wurde in Zusammenarbeit mit über 50 indigenen Gemeinschaften in Papua-Neuguinea das Schutzgebiet Yopno-Uruwa-Som mit einer Fläche von über 760 km² eingerichtet. Es befähigt die lokale Bevölkerung, Wälder zu schützen, Land nachhaltig zu bewirtschaften und Wildtierpopulationen zu überwachen. Globale Zuchtprogramme in Gefangenschaft tragen dazu bei, eine genetisch gesunde Ersatzpopulation zu erhalten und das Bewusstsein zu schärfen. Die Kombination von In-situ- und Ex-situ-Strategien eröffnet dem Goodfellow-Baumkänguru eine Chance auf langfristiges Überleben, wobei eine kontinuierliche Finanzierung und Schutzmaßnahmen weiterhin unerlässlich sind.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Goodfellow-Baumkängurus leben überwiegend einzelgängerisch. Soziale Bindungen entstehen nur zwischen einem Muttertier mit ihrem Jungtier beziehungsweise zwischen Männchen und Weibchen während der Fortpflanzungszeit. Über das genaue Paarungs- und Fortpflanzungsverhalten dieser Art ist nur wenig bekannt. Viele Informationen stammen aus Beobachtungen in Gefangenschaft oder von anderen Baumkänguru-Arten. Baumkängurus leben grundsätzlich einzelgängerisch, und Begegnungen zwischen Männchen und Weibchen finden meist nur zur Paarung statt. Goodfellow-Baumkängurus können sich das ganze Jahr über fortpflanzen. Der Zyklus der Paarungsbereitschaft dauert etwa 40 bis 60 Tage. Vermutlich ist die Art polygyn, das heißt, dominante Männchen paaren sich mit mehreren Weibchen innerhalb ihres Reviers. Männchen verfolgen Weibchen leise und unauffällig, machen Annäherungsversuche oder zeigen Imponierverhalten, um ihre Stärke und Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Zu kämpferischen Begegnungen kommt es selten. Zur Balz gehören unter anderem Duftmarken, Rufe und sanfte Fellpflege. Nach der Paarung trennen sich die Tiere wieder. Nach einer Tragzeit von etwa 44 bis 48 Tagen wird ein einzelnes, noch sehr unterentwickeltes Jungtier geboren, das nur ungefähr 2 cm groß ist. Es kriecht unmittelbar nach der Geburt in den Beutel der Mutter, wo es sich etwa 10 bis 12 Monate weiterentwickelt. Mit der Zeit schaut das Jungtier immer häufiger aus dem Beutel heraus und beginnt seine Umgebung zu erkunden. Dennoch bleibt es bis zu 2 Jahre von der Mutter abhängig. Die Geschlechtsreife wird im Alter von etwa 2,5 bis 3,5 Jahren erreicht. Das Jungtier verlässt dann seine Mutter, um ein eigenes Revier zu gründen.
Group and breeding
Group
Group size
1 – 2 (bis zu 1 Männchen, bis zu 1 Weibchen)
Male bachelor group
1
Female bachelor group
1
Offspring dispersal
Sämtlicher Nachwuchs
Lifecycle and breeding
Life expectancy
10-20 Jahre
Age of sexual maturity
3 Jahre
Age of sexual sterility
Tod
Gestation or incubation
9.8 Monate
Interbirth period
14.2 Monate
Wurfgröße
1
Mating system
Polygyn
Mating season
Ganzjährig
Reproduction in captivity
Leicht
Verwandte Tiere
- Der lange, kräftige Schwanz hilft dem Goodfellow-Baumkänguru, beim Springen das Gleichgewicht zu halten und die Richtung zu steuern.
- Die Art ist hervorragend an das Leben in den Bäumen angepasst. Mit ihren gebogenen Krallen und starken Vorderbeinen klettern die Tiere sicher durch das Geäst und werden nur selten am Boden gesehen.
- Goodfellow-Baumkängurus können aus Höhen von bis zu 10 m auf den Boden springen, ohne sich zu verletzen.
- In Papua-Neuguinea wird der Bestand auf nur noch etwa 55 Tiere geschätzt.
- Zur Verständigung untereinander erzeugen Goodfellow-Baumkängurus klickende Zungenlaute.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species