Overview
Das Tagpfauenauge (auch Aglais io) ist eine in gemäßigten Gras- und Waldlandschaften Europas und Asiens lebende Schmetterlingsart. Sie hat vier rote Flügel mit braunen Rändern und charakteristischen Augenflecken. Die Flecken bestehen aus gelben, blauen, roten oder lila Schuppen und sind von schwarzen Zeichnungen umgeben. Die Unterseiten der Flügel sind braun bis schwarz. Die Raupen der Tiere sind schwarz und behaart, die Kokons sind grün und weisen spitze Erhöhungen auf dem Rücken auf. Männchen und Weibchen sehen gleich aus, allerdings können Weibchen bis zu 10 % größer als Männchen sein. Tagpfauenaugen erreichen eine Flügelspannweite von 5 bis 6,4 cm.
Found in Europa, Asien
Regions
- Asien
- Europa
Biomes
Gehegeanforderungen
Adult
Gehegebedürfnisse
Size
Beinspannweite: 0.06 m
Measured as Beinspannweite. The person stands 1.75 m tall for scale.
IUCN Rote Liste
Environment
Temperature
18 bis 25°C
Humidity
60-80%
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht gefährdet
Least concern
Critically endangered
Tagpfauenaugen gelten als nicht gefährdete Art. Man geht davon aus, dass diese Art keinen bedeutenden Bedrohungen ausgesetzt ist. Ihr Bestand, Wachstumstempo und Verhalten unterliegen Wetterbedingungen – pro Jahr kann es bis zu drei Generationen geben und in normalen Jahren schwanken die sichtbaren Populationen. In gewissem Umfang werden alle Schmetterlingsarten gesammelt, aber für diese Art ist das Ausmaß nicht besorgniserregend. In ihrem ursprünglichen Lebensraum kommt diese Art in einigen Schutzgebieten vor, aber es sind keine bestimmten Schutzmaßnahmen erforderlich. Tagpfauenaugen sind in ihrem Verbreitungsgebiet in großer Zahl vorhanden. Die Bestände sollten weiterhin durch Forschungsprojekte überwacht werden. In den letzten Jahren wurde ein kleiner Populationsanstieg festgestellt.
Tierfakten
Keeper notes
Das Tagpfauenauge lebt größtenteils als Einzelgänger. Männchen verteidigen ihr Territorium mitunter gegen andere Männchen. Die Paarungszeit erstreckt sich von Mai bis August und beginnt für die Tiere, die später im Jahr erwachen, nach dem Winterschlaf. Männchen verteidigen ihr Revier rund um sonnenbeschienene Blumen aggressiv gegen rivalisierende Männchen durch Luftkämpfe. Sie jagen Weibchen nach, die sich von den Blüten ernähren. Jene Weibchen fliegen davon, wenn sie von den Männchen bedrängt werden, und paaren sich nur mit einem Männchen – jenem, das während dieser Jagd mit ihnen Schritt halten kann. Akzeptiert ein Weibchen die Annäherung eines Männchens, landet das Pärchen auf einem Blatt, um sich zu paaren, wobei sie einander den Rücken zuwenden und ihre Hinterleiber aneinander reiben. Nach der Paarung legt das Weibchen Eier – ungefähr jeweils 400 – auf der Unterseite eines sonnenbeschienenen Nesselblatts. Dieser Vorgang wird bis zu dreimal wiederholt. Die Raupen schlüpfen nach ungefähr einer bis zwei Wochen aus den Eiern und spinnen ein gemeinschaftliches Seidennetz um ihr Geburtsblatt. Alle Raupen ernähren sich von diesem Blatt, bis es vollkommen abgenagt ist, woraufhin sie sich trennen und fortan unabhängig voneinander fressen. Die Raupen des Tagpfauenauges durchlaufen über einen Zeitraum von ungefähr drei Wochen fünf Nymphenstadien, bevor sie einen Ort für die Verpuppung finden. Diese dauert je nach Umgebungsbedigungen zwei bis vier Wochen, woraufhin die Tiere im Juli als ausgewachsene Schmetterlinge schlüpfen. Weibchen legen gegen Ende ihres Lebens im Mai und etwa ein Jahr nach ihrem Schlüpfen Eier. Da die Männchen eine kürzere Lebensdauer haben, paaren sich die meisten Männchen und Weibchen nur mit einem einzigen Partner.
Group and breeding
Lifecycle and breeding
Life expectancy
1-1.5 Jahre
Gestation or incubation
1.2 Monate
Interbirth period
10.8 Monate
Wurfgröße
1
Mating season
Sommer
Dominance
Männchen sind territorial
Verwandte Tiere
- Das Tagpfauenauge kann ein für Menschen hörbares zischendes Geräusch von sich geben, indem er seine Flügel aneinanderreibt. Das Geräusch dient offenbar der Abwehr von Nagetieren.
- Das Flügelmuster des Tagpfauenauges ist ein Abwehrmechanismus. Die Augenflecken und der Körper des Schmetterlings sehen wie die Augen und der Schnabel eines Vogels aus und sollen Raubtiere abschrecken.
- Viele der Raupen des Tagpfauenauges fallen parasitischen Wespen zum Opfer.
- In Japan gilt das Tagpfauenauge als Symbol für eine glückliche Ehe.
- Die Unterseite der Flügel des Tagpfauenauges sehen wie Laubblätter aus, was sich besonders beim Überwintern als nützlich erweist.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species