Overview
Der Brillenpinguin (auch Spheniscus demersus) ist ein flugunfähiger Vogel, der an der Küste und auf den Inseln Südafrikas und Namibias lebt. Rücken, Flügel und Füße des Brillenpinguins sind schwarz, zudem hat er eine schwarze „Maske“ im Gesicht, die weiß umrandet ist. Der Körper ist weiß mit einem schwarzen Streifen auf der Brust. Die Augen des Brillenpinguins haben rosafarbene Ränder, die ihm bei der Regulierung der Körpertemperatur helfen. Darüber hinaus besitzt jeder Brillenpinguin ein individuelles Muster aus schwarzen Punkten auf der Brust. Brillenpinguine werden 60 cm bis 68 cm groß und wiegen zwischen 2,2 kg und 3,5 kg. Die Männchen können etwas größer sein als die Weibchen.
Found in Afrika
Regions
- Afrika
Gehegebedürfnisse
Size
Stehhöhe: 0.64 to 0.65 m
Umgebung
Male
3.1 kg
Female
3.1 kg
Bars use a log scale against the heaviest animal in the Zoopedia, the Flusspferd.
Measured as Stehhöhe. The person stands 1.75 m tall for scale.
Ernährung und Beschäftigung
Barrier grade
Grade 2 of 5
Minimum height
1 m minimum
Climbing & water
Climb proof
Not needed
Water barrier
Not allowed
IUCN Rote Liste
Minimum area
Land
180 m² + 3 m² pro zusätzlichem Tier
Water
135 m² + 2 m² pro zusätzlichem Tier
Deep water
67 m² + 2 m² pro zusätzlichem Tier
Shelter
2 m² pro Tier
Environment
Temperature
3 bis 36°C
Plant coverage
0-20%
Enclosure
Gehege
Terrain
- Sand 20-100%
- Erde 0-50%
- Fels 10-100%
Sozialverhalten & Fortpflanzung
Notizen für Tierpfleger
- Kleine ganze Fische
- Tintenfisch
Conservation
Gruppe und Zucht
Vom Aussterben bedroht
Least concern
Critically endangered
Wild population
19,800
19,800 in the wild. Rank 25 of 58 species with a known count, smallest first.
Brillenpinguine sind vom Aussterben bedroht, was auf den schnellen und anhaltenden Rückgang ihrer Population zurückzuführen ist, der durch menschliche und ökologische Ursachen bedingt ist. Die Überfischung ihrer Hauptnahrungsquellen wie Sardinen und Sardellen schmälert ihr Nahrungsangebot. Die Küstenbebauung und Umweltverschmutzung, insbesondere Ölverschmutzungen, beeinträchtigen ihre Brutplätze erheblich. Schon früher wurden ihre Eier in großem Umfang gestohlen. Zusätzlich gefährdet der Klimawandel ihr Fortbestehen, da er die Meeresströmungen verändert und die Populationen ihrer Beute reduziert. Die Maßnahmen zur Arterhaltung konzentrieren sich auf den Schutz der Lebensräume, die Sicherung der Beute und die Reduzierung menschlicher Einflüsse. Die Rettung und Rehabilitation verletzter oder ölverschmutzter Pinguine sowie ein neu eingerichtetes Zucht- und Auswilderungsprogramm sollen die Populationen aufstocken. Meeresschutzgebiete (MPA) beschränken die Fischerei in der Nähe von Kolonien. An Brutplätzen werden künstliche Höhlen angelegt, da das Sammeln von Guano ihre natürlichen Nistplätze zerstört hat. Sensibilisierungskampagnen und Ökotourismus fördern und finanzieren die Arterhaltungsarbeit. Trotz dieser Bemühungen sinkt die Population der Brillenpinguine weiterhin alarmierend schnell. Es sind weitere Maßnahmen nötig, um die Zukunft dieser Art zu sichern.
Zoopedia sketchbook
Tierfakten
Keeper notes
Brillenpinguine haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sammeln sich, wenn sie nicht jagen, in riesigen Kolonien mit mehreren tausend Pärchen. Brillenpinguine kommen zur Paarungszeit an Land, die in Namibia im Sommer und in Südafrika im Herbst stattfindet. Die Männchen kommen vier Tage vor den Weibchen an und nutzen diese Zeit, um einen Nistplatz zu suchen und aus Kieselsteinen, Guano und anderen Abfällen ein Nest zu bauen. Brillenpinguine bleiben in der Regel ihr Leben lang mit demselben Partner zusammen. Bereits verpaarte Paare finden sich durch bestimmte Rufe, während unverpaarte Männchen versuchen, Weibchen durch Lautäußerungen, Imponiergehabe mit dem Kopf und das Vorzeigen ihres Nistplatzes anzulocken. Ein Paar festigt seine Bindung, indem es gemeinsam Rufe ausstößt und die Hälse ineinander verschränkt. Das Weibchen legt 3 Wochen nach der Paarung 2 Eier ins Nest, die das Paar 40 Tage lang bebrütet, wobei sie sich während dieser Zeit beim Jagen abwechseln. Nach dem Schlüpfen sind die Küken extrem gefährdet und werden oft von Mungos, Möwen oder Hauskatzen gefressen. In 90 % der Fälle überlebt nur ein Küken bis zum Flüggewerden. Die Eltern beschützen und füttern ihr Küken, bis es 2 bis 4 Monate alt ist. Dann schließen sie sich einer Gemeinschaftskinderstube an, die von Erwachsenen beaufsichtigt wird. Die Küken werden mit etwa 4 Monaten flügge, wenn sie zum ersten Mal aufs Meer hinausschwimmen. Pinguine kommen jedes Jahr an ihren Geburtsort zurück, um zu mausern und sich zu paaren. Brillenpinguine sind mit 3 Jahren ausgewachsen und pflanzen sich zum ersten Mal mit 4 bis 5 Jahren fort.
Group and breeding
Group
Group size
6 – 500 (bis zu 500 Männchen, bis zu 500 Weibchen)
Male bachelor group
1-500
Female bachelor group
1-500
Offspring dispersal
Keine
Lifecycle and breeding
Life expectancy
10-30 Jahre
Age of sexual maturity
5 Jahre
Age of sexual sterility
14 Jahre
Gestation or incubation
1.3 Monate
Interbirth period
12 Monate
Gelegegröße
1
Mating system
Monogam
Mating season
Frühling
Reproduction in captivity
Leicht
Colourmorphs
- Teils leuzistisch
- Braune Farbvariante
- Albino
Verwandte Tiere
- Bis in die 1970er Jahre galten Brillenpinguineier als Delikatesse, was zum starken Rückgang des Bestands beigetragen hat.
- Brillenpinguine haben viele Feinde – im Meer sind es Haie und Seebären, an Land sind es Dominikanermöwen, Mangusten, Ginsterkatzen sowie Hauskatzen und Hunde.
- Brillenpinguine werden im Englischen aufgrund ihres Rufs – der an die Laute eines Esels erinnert – auch als „Jackass penguins“ bezeichnet.
- Pinguin-Ausscheidungen, auch als Guano bezeichnet, sind ein sehr effektiver Dünger. Die Entnahme durch den Menschen stört allerdings die Brut der Brillenpinguine und nimmt ihnen ein wichtiges Material für den Nestbau.
- Brillenpinguine können während der Mauser nicht jagen, da ihr Gefieder nicht wasserabweisend ist – sie müssen daher fasten, bis sich ihr Gefieder vollständig entwickelt hat. Die Mauser dauert etwa 3 Wochen. In dieser Zeit verlieren die Pinguine etwa 50 % ihres Körpergewichts.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species