Overview
Der Heilige Pillendreher (auch Scarabaeus sacer) ist ein Dungkäfer, der in den Küstendünen und Sümpfen rund um das Mittelmeer in Nordafrika, Europa und dem Nahen Osten heimisch ist. Am Kopf des Heiligen Pillendrehers sitzen sechs längliche Zacken sowie vier weitere an den Vorderbeinen, sodass ein strahlenförmiger Bogen um das Tier entsteht. Der Heilige Pillendreher ist 10 bis 25 mm lang und besitzt einen glänzenden, schwarzen Panzer.
Found in Afrika, Europa, Asien
Regions
- Afrika
- Asien
- Europa
Biomes
Gehegeanforderungen
Adult
Gehegebedürfnisse
Size
Länge: 0.02 m
Measured as Länge. The person stands 1.75 m tall for scale.
IUCN Rote Liste
Environment
Temperature
20 bis 35°C
Humidity
40-60%
Conservation
Gruppe und Zucht
Nicht bewertet
Least concern
Critically endangered
Der Gefährdungsstatus des Heiligen Pillendrehers wurde noch nicht bewertet. Obwohl er weit verbreitet ist und wahrscheinlich nicht gefährdet ist, leidet er dennoch unter Lebensraumverlust durch Landumwandlung, landwirtschaftliche Nutzung und Umweltverschmutzung. Der Kot von Nutztieren ist oft mit schlecht abgebauten Medikamentenrückständen verunreinigt, was in Gebieten mit hohem Viehbestand zu einem Rückgang der Bestände führt. Naturschützer arbeiten daran, die Überwachung der Käferpopulationen zu verbessern, um Bestandsveränderungen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Hobby-Entomologen im Rahmen von Bürgerinitiativen zum Naturschutz. Aufklärungskampagnen über die Rolle der Dungkäfer im Ökosystem können das öffentliche Bewusstsein schärfen, während verbesserte landwirtschaftliche Praktiken dazu beitragen, einen vielfältigen und sicheren Lebensraum für Käfer zu bewahren. Weitere Anstrengungen sind notwendig, um Schutzgesetze wirksam umzusetzen und die Forschung zu verbessern, damit diese und viele weitere Käferarten erhalten bleiben, die für die Gesundheit von Boden und Ökosystemen unverzichtbar sind.
Tierfakten
Keeper notes
In freier Wildbahn sind Heilige Pillendreher Einzelgänger, allerdings finden sich Männchen und Weibchen zusammen, um Nester zu bauen oder um Partner und Dungkugeln zu kämpfen. Heilige Pillendreher paaren sich das ganze Jahr über. Ist ein Weibchen paarungsbereit, formt es eine Dungkugel für den Bau seines Nestes. Diese Kugeln bestehen meist aus Kot, der eine feinere Struktur hat als der, den sie zur Nahrungsaufnahme sammeln. Männchen formen Dungkugeln, um Weibchen anzulocken, und kämpfen oft um die Kugeln anderer Männchen oder stehlen sie. Männchen, denen es gelingt, ihre Kugel zu behalten und sie in den Bau zu rollen, sichern sich das Recht auf die Paarung. Nach der Paarung im Bau verändert das Weibchen die Form der Kugel, indem es oben noch mehr Kot hinzufügt und so eine Birnenform kreiert. Es gräbt einen kleinen Tunnel durch den oberen Teil, um sein Ei in die Mitte der Kugel zu legen, und verlässt dann den Bau. Die Larven schlüpfen nach einigen Tagen aus den Eiern und ernähren sich von der Dungkugel. Nach 1 bis 4 Wochen verpuppen sie sich. Junge ausgewachsene Käfer schlüpfen nach einem Monat, wobei diese Zeitspanne je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit variieren kann. Heilige Pillendreher pflanzen sich nicht direkt fort, sondern suchen Futter, sodass sich ihre Gonaden entwickeln können. Je nach Umweltbedingungen und Nahrungsangebot kann das mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Group and breeding
Lifecycle and breeding
Life expectancy
3-6 Jahre
Gestation or incubation
1 Monat
Interbirth period
10.9 Monate
Wurfgröße
1-3
Mating season
Ganzjährig
Dominance
keine, aber Männchen kämpfen um Weibchen und Dungkugeln.
Verwandte Tiere
- Der Heilige Pillendreher nutzt die Zacken an seinem Kopf und den Vorderbeinen, um Mist in Kugelform zu bringen.
- Heilige Pillendreher können Dungkugeln bewegen, die 50 Mal schwerer sind als sie selbst.
- Heilige Pillendreher bewegen die Dungkugeln mit ihren Hinterbeinen.
- Die alten Ägypter sahen im Heiligen Pillendreher ein Abbild des Sonnengotts Ra – das Rollen der Dungkugeln stellte dabei die Bewegung der Sonne am Himmel dar.
- Die Larven des Heiligen Pillendrehers erfüllen eine wichtige Funktion bei der Verwertung von Nährstoffen in Mist und Unrat.
Taxonomy
Class
Order
Family
Genus
Species