Allgemein
Ausstellungen des Gluttal-Museums
Geschichten aus den Tagebuchseiten „Allgemein“: 7 Einträge, zu lesen an 7 Orten (Hochweiden).
Wo man sie liest
Draconis Communis
Über 1000 Jahre alt Gluttal - Nomaden-Anhöhen; Umbra Krater
Drachen sind vielleicht die frühesten bekannten Bewohner des Gluttals. Spuren ihrer Herrschaft lassen sich noch immer in den Nomaden-Anhöhen oder im Ödland entdecken. Insbesondere auch in den Albapracht-Gipfeln, aus denen sie offenbar stammen. Unsere Einschätzung ihres Ursprungs und ihrer späteren Wanderungsmuster basiert auf dem Vorkommen und der Dichte von Elfenbeinproben.
Diese geflügelten und längst ausgestorbenen Riesen gelten als Vorfahren der Geier und vielleicht sogar der Drak. Das ausgestellte Exemplar wurde auf dem Grund des ehemals mit Wasser gefüllten Umbra Kraters entdeckt. Dort lag es unter dem Flügelknochen eines viel größeren Skeletts derselben Art - vermutlich durch Meteoriteneinschläge stark beschädigt. Dank dieses glücklichen Zufalls konnten die Überreste des Drachenjungen erhalten bleiben und heute ausgetsellt werden.
Lage Gluttal (Ost)
Klima Trocken, karg. (Früher: üppig.)
Niederschlag Keine aktuellen Daten.
Flora & Fauna
Das Ödland ist eine riesige Wüstenlandschaft aus bernsteinfarbenen, windgepeitschten Dünen. Auch wenn die dortigen Temperaturen für unsere Art als angenehm gelten, werden sie von den einheimischen Lebensformen als rau und sogar lebensfeindlich empfunden. Einst ein blühendes, grünes Ökosystem, beherbergt die Region heute nur noch die widerstandsfähigsten Tiere, darunter das scheue Dünengürteltier, die aasfressenden Drachengeier und die kurzlebigen Menschen.
Geologische & mineralische Daten Unter der kargen Oberfläche verbirgt sich ein Reichtum an natürlichen Ressourcen. Vorkommen von Eisen, Schwefel und Lapislazuli säumen den Weiten sowie riesige Reserven an uraltem Elfenbein, die unter dem Sand erhalten geblieben sind.
Zusammenfassung
Das Ödland ist nach wie vor das größte Terraformungs-Experiment, das jemals gewagt wurde - ein monumentales Unterfangen, welches nach dem "Vorfall" an Relevanz gelang. Heute steht es als Zeugnis für die Kluft zwischen Scheitern und Erfolg - und für die Widerstandsfähigkeit, die darin zu finden ist.
Lage Gluttal (Südwesten)
Klima Kontinental, mild
Niederschlag Etwa 700 mm jährlich
Flora & Fauna
Die einladende Wildnis der Hochweiden beherbergt eine Fülle von Arten. Die Temperaturen in dieser Biosphäre bleiben das ganze Jahr über relativ konstant, was ideale Bedingungen für ein blühendes, stabiles Ökosystem schafft. Hupfhasen und Wölfe sind häufig anzutreffen, aber seit Kurzem haben sich hier auch einige Vukah-Stämme niedergelassen. Beeren, Pilze und Tomaten bilden die Grundlage der Ernährung jedes Pflanzenfressers.
Geologische & mineralische Daten Die Vielfalt der Ressourcen scheint gering zu sein. Hier lassen sich nur gewöhnliche Mineralien und Gesteine wie Salz und Feuerstein gewinnen.
Zusammenfassung
Die grünen Felder der Hochweiden werden von den meisten als angenehm und ruhig empfunden. Dank ihres gemäßigten Klimas und ihrer gut erhaltenen Artenvielfalt dienen sie als Beispiel für einen perfekt ausgeglichenen Lebensraum.
Lage Gluttal (Mittlerer Westen)
Klima Kontinental, feucht
Niederschlag Etwa 1200 mm jährlich
Flora & Fauna
Diese Biosphäre ist reich an einer Vielzahl von Laubbaumarten und Wildtieren. Das dichte Unterholz und Blätterdach verdienen besondere Beachtung, da sie unzähligen Insekten und vor allem Spinnentieren Schutz bieten. Entlang der vielen schlammigen Pfade sorgen Erdbeeren, Kamille, Flachs und Indigopflanzen für eine duftende und farbenfrohe Umgebung. Trotz der verlockenden Anziehungskraft des Dickichts wird davon abgeraten, die Wege zu verlassen. Im Wald streifen Wildschweine umher, die ihre Wurfnester und ihre Jungen aggressiv verteidigen.
Geologische & mineralische Daten An den vielen moosbewachsenen Felswänden werden Wanderer wahrscheinlich leuchtend orangefarbene Ablagerungen aus Ton, Kupfer und, in tieferen Lagen, Bernstein finden.
Zusammenfassung
Die überwucherten Wildnisse des Düsterdickichts wimmeln nur so vor Leben und Geheimnissen. Wer mutig genug ist, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu wagen, kann sprichwörtliche „Perlen“ im Schlamm finden. Dennoch ist es unerlässlich, sich nicht von plötzlichen Regenschauern oder hungrigen Wildschweinen überraschen zu lassen.
Lage Gluttal (Zentrum)
Klima Halbwüstenklima
Niederschlag Etwa 350 mm jährlich
Flora & Fauna
Das Pflanzenwachstum beschränkt sich hier auf ausgewählte Gebiete, in denen der Boden ausreichend Feuchtigkeit speichern kann. In den hellgrünen Feldern, welche die Nomaden-Änhöhen übersäen, können Reisende auf Zuckerrohr- und Paprikapflanzen stoßen sowie auf flugunfähige Rotschwanz-Vögel, die sich von deren Samen ernähren. Die heimische Vogelwelt legt nährstoffreiche Eier, die den wichtigsten Predatoren - Säbelzahntigern und Menschen - als hervorragende Proteinquelle dienen.
Geologische & mineralische Daten Die Region weist sowohl flache Ebenen als auch atemberaubende Höhenunterschiede auf. Die Biosphäre wird von einem unterirdischen Flussnetz durchzogen, das in einem ehemaligen See (Umbra Krater) zusammenfließt, der durch einen großen Meteoriteneinschlag entstanden ist.
Zusammenfassung
Die Anhöhen liegen in gleicher Entfernung sowohl zum Düsterdickicht als auch zum Ödland - und dienen somit als Übergangsgebiet zwischen dem sehr feuchten bzw. dem extrem trockenen Klima. Die zentrale Lage und die leicht zu bewandernde Oberwelt haben das Gebiet zu einem geschäftigen Handelsknotenpunkt gemacht, der in den vergessenen Höhlen darunter viele Reichtümer verbirgt.
Lage Gluttal (Nordosten)
Klima Alpin
Niederschlag Von 500 mm (auf der Leeseite) bis 2000 mm (auf der Luvseite)
Flora & Fauna
Die eisigen Gipfel zeichnen sich durch Temperaturen im niedrigen Bereich bis unter Null aus, welche die lokalen Bergspitzen mit dicken Schneeschichten bedecken. Selbst unterhalb der Frostgrenze wagen es nur wenige Arten, zu gedeihen. Yaks haben sich dank ihres isolierenden Fells als widerstandsfähig gegenüber dem Klima erwiesen. Ihr größter Feind ist nicht die Kälte, sondern die Zyklopen, die auf den Klippen umherstreifen und nach Beute zum Braten suchen.
Geologische & mineralische Daten In den Bergen lassen sich viele seltene Erden und Mineralien finden. Roter Marmor, Amethyst und sogar uralte Obsidianvorkommen verbergen sich tief im Gestein.
Zusammenfassung
Die eisige Kälte auf den Gipfeln wird von den meisten Lebewesen (vor allem von uns!) als unangenehm, wenn nicht gar lebensfeindlich empfunden. Dennoch gibt es zwischen den schneebedeckten Feldern und den darüber tanzenden Nordlichtern immer noch Leben.
Lage Gluttal (Nordwesten)
Klima Tropisch, maritim
Niederschlag Etwa 3000 mm jährlich
Flora & Fauna
Der Wogschimmer-Grund zeichnet sich durch kristallklare Seen und eine üppige ökologische Vielfalt aus. Die Bäche wimmeln nur so von Fischen, und am Ufer kann man sanftmütige Tierarten wie das Capybara beobachten, das sich an Bananen und Kokosnüssen gütlich tut. Trotz dieser Idylle lauern unter der Wasseroberfläche erhebliche Gefahren. Das Becken war früher die Heimat der Drak’Dal, einer Unterart oder eines Stammes der Drak. Ihre Tempel und Altäre mögen zwar nur noch überflutete Ruinen sein, doch als äußerst territorial lebende Spezies könnten sie irgendwann versuchen, ihre alten Jagdgründe zurückzuerobern.
Geologische & mineralische Daten Die Küstenregion ist reich an Gold, Perlmutt und Perlen. Leider liegen viele Ressourcen unter der Wasseroberfläche verborgen, sodass eifrige Sammler sich den Elementen aussetzen müssen.
Zusammenfassung
Der Wogschimmer-Grund mag auf den ersten Blick wie ein Paradies wirken, doch seine bedrohliche Geschichte könnte noch eine dunkle Zukunft offenbaren. Nichtsdestotrotz bleibt das Gebiet ein faszinierender botanischer Spielplatz mit einer unendlichen Menge an genetischem Material, das es zu erforschen gilt.
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